Wozu macht man eigentlich Pläne, wenn die Zeit, die man dafür verwendet, sich letztlich als verschwendet erweist, weil sie an der Unzuverlässigkeit und Wankelmütigkeit der Menschen scheitern? Es wird auch noch Verständnis dafür erwartet, wenn abgesprochene Verabredungen aufgrund von kleinlichen Befindlichkeiten abgesagt werden - ein Verständnis, auf das man im umgekehrten Falle kaum zu hoffen wagen dürfte. In dem Moment der Absage war diese nicht einmal schlimm, der Ärger, die Wut, der Zorn kommen jetzt nach und nach auf. Kann man nicht erwarten, dass sich alle Beteiligten vorher überlegen, ob sie an etwas teilnehmen wollen oder nicht? Ist ein wenig Planungssicherheit zu viel verlangt, wenn sonst schon wenig Feedback zurück kommt? Sind klare Aussagen so schwer zu tätigen, dass man sie mühsam erbetteln muss?
Der Ärger, er bleibt wohl noch eine Weile. Doch er macht jetzt schon langsam dem Trotz Platz. Wozu soll man selbst sich anstrengen, wenn andere Menschen das auch nicht tun? Warum soll man auf deren Wünsche und Gefühle Rücksicht nehmen, wenn die eigenen offensichtlich nicht wichtig sind? Wozu noch Mühe geben?
Leider wird der Trotz auch nicht lange anhalten und es folgt wohl bald schwächlich seufzend - die Resignation.
Gedanken, Geschichten, Texte, die meinem wirren Verstand entsprungen sind und die ich hier niederschreiben möchte. Und dabei vollkommen subjektiv, ohne roten Faden und den Anspruch auf Richtigkeit oder Sinn, dafür mit viel Gemecker und Bosheit.
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Mittwoch, 7. Dezember 2016
Sonntag, 28. August 2016
Fluchtgedanken
Ich habe in diesem Moment das dringende Bedürfnis wegzulaufen. Die welt bemüht sich wieder einmal mir das Gefühl zu geben, sie habe nur allerlei Pflichttermine und -veranstaltungen für mich parat, die ich kaum guten Gewissens absagen oder verlegen kann. So wird dann der kurze Zeitraum von einigen Tagen, den ich gerne für meine eigene Zerstreuung und Erbauung genutzt hätte, immer weiter zugepflastert mit den Wünschen anderer. Und wieder einmal liegt es an mir "Nein" zu sagen und wieder einmal fällt mir das so schwer - so entsteht dann der Wunsch nach Flucht in mir, alle eigenen und fremden Verantwortlichkeiten hinter mir lassen und einfach das Glück an einem anderen Ort suchen und sei es nur für ein paar Tage.
Montag, 15. August 2016
Extrem-Butterbrot-Schmieren
Ich beobachte im Fernsehen, wie Menschen zu dramatischer Musik um die Wette harte Butter mit unterschiedlichen Techniken auf ein weiches Stück Brot zu schmieren versuchen. Neben der Tatsache, dass es beeindruckend ist, dass dieser Beitrag es tatsächlich an etwaigen Qualitätskontrollen, deren Existenz er mit seiner eigenen eigentlich widerlegt, in die Sendung geschafft hat, bleibt eigentlich nur eine Konsequenz: Abschalten.
Sonntag, 14. August 2016
Ohne Smartphone hast du kein Smartphone
Hallo Welt, da bin ich mal wieder.
Ich könnte nun behaupten, dass ich Sehnsucht nach diesem Blog verspürt hätte und es mich drängen würde mich den Weiten des Internets einmal mehr zu offenbaren - in Wirklichkeit ist mein Smartphone defekt und ich stelle nur fest, dass man offensichtlich sehr von diesem albernen kleinen Ding abhängig ist, selbst in Fragen von Zerstreuung und Freizeit.
Immer wieder erwische ich mich bei einem Griff nach meinem Telefon, auch wenn ich doch genau weiß, dass es nicht dort liegt, wo ich es unbewusst erahne. Ich möchte mit Leuten kommunizieren und bin genervt, dass ich dazu nicht einfach eine App nutzen kann. Selbst die Uhrzeit kann mir nicht mehr ohne weiteres überall und ständig angezeigt werden; eine Armbanduhr besitze ich schon lange nicht mehr.
Es bleibt nur noch hibbelig und leicht genervt abzuwarten, bis ein neues Mobiltelefon den Platz des alten, verschiedenen einnehmen wird. Ich zähle bereits die Stunden.
Ich könnte nun behaupten, dass ich Sehnsucht nach diesem Blog verspürt hätte und es mich drängen würde mich den Weiten des Internets einmal mehr zu offenbaren - in Wirklichkeit ist mein Smartphone defekt und ich stelle nur fest, dass man offensichtlich sehr von diesem albernen kleinen Ding abhängig ist, selbst in Fragen von Zerstreuung und Freizeit.
Immer wieder erwische ich mich bei einem Griff nach meinem Telefon, auch wenn ich doch genau weiß, dass es nicht dort liegt, wo ich es unbewusst erahne. Ich möchte mit Leuten kommunizieren und bin genervt, dass ich dazu nicht einfach eine App nutzen kann. Selbst die Uhrzeit kann mir nicht mehr ohne weiteres überall und ständig angezeigt werden; eine Armbanduhr besitze ich schon lange nicht mehr.
Es bleibt nur noch hibbelig und leicht genervt abzuwarten, bis ein neues Mobiltelefon den Platz des alten, verschiedenen einnehmen wird. Ich zähle bereits die Stunden.
Donnerstag, 30. Juni 2016
Kill it with fire!!
Menschen, die Wortwendungen absichtlich falsch sagen, wie zum Beispiel "Schanke dön", "Schitte Bön", "Herzlichen Glühstrumpf" oder auch "Stück mal ein Rück", weil sie es für lustig halten oder noch schlimmer mal gehalten haben und diesen Witz inzwischen so oft gemacht haben, dass er in ihren allgemeinen Sprachschatz übergegangen ist, so dass sie ganz unbewusst dummes Zeug reden...
Wer, außer mir, hat noch das Bedürfnis solche Kreaturen zu packen, zu schütteln, anzuschreien und ihnen ins Gesicht zu schlagen, bis sie aufhören die Ohren ihrer Mitmenschen mit derartigem Kauderwelsch zu foltern und beim Blut ihrer Kinder, vorhanden oder ungeboren, schwören es niemals wieder zu tun?
Wer, außer mir, hat noch das Bedürfnis solche Kreaturen zu packen, zu schütteln, anzuschreien und ihnen ins Gesicht zu schlagen, bis sie aufhören die Ohren ihrer Mitmenschen mit derartigem Kauderwelsch zu foltern und beim Blut ihrer Kinder, vorhanden oder ungeboren, schwören es niemals wieder zu tun?
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Hassenswertes
Dienstag, 22. März 2016
Hass...
Ist denn der Hass
die einzige menschliche Empfindung, die uns alle vereint? Wenn man
sich momentan und auch in vergangenen Zeiten auf der Welt umschaut,
scheint er die Konstante zu sein, die uns vom Anfang bis zu unserem
bitteren Ende begleitet.
Wir hassen einander,
weil wir an unterschiedliche Dinge glauben.
Wir hassen einander,
weil wir an unterschiedlichen Orten geboren wurden.
Wir hassen einander,
weil wir uns in irgendwelchen Äußerlichkeiten unterscheiden.
Wir hassen einander,
weil wir unterschiedlich viel besitzen.
Wir hassen einander,
weil andere uns sagen, dass wir uns hassen müssen.
Wir hassen einander,
weil wir Angst voreinander haben.
Und dieser ganze
Hass wird zu einer Spirale, da wir uns gegenseitig aufschaukeln und
wir der Meinung sind, es den anderen immer wieder heimzahlen zu
müssen, wodurch wir uns nur noch mehr gegenseitig hassen.
Dies ist kein
Problem einer Gruppe von Menschen, wir sind alle Teil dieses
grässlichen Ganzen, denn auch wenn wir ihn nicht aktiv nach außen
tragen oder ihn in unserem Inneren gären lassen, stehen wir doch
nicht entschieden gegen den Hass auf und begegnen ihm stumpf und
desinteressiert, desillusioniert. Dieser Gedanke, dass wir uns in
Gruppen aufteilen oder aufteilen müssen, führt umso mehr dazu, dass
wir uns abgrenzen, separieren, hassen.
„Wir hier haben
Werte und sind gut, aber DIE...“ - „Wir hier leben nach dem
richtigen Weg, aber DIE...“
Gerne schieben wir
das Problem „den anderen“ zu, die von ihrem Hass getrieben sind,
ohne zu erkennen, dass diese anderen eigentlich auch nur ein Teil des
großen ganzen Problems der Menschheit ist, ebenso wie wir selbst.
Können wir nicht
einfach damit aufhören? Wir betrachten uns immer als so
hochentwickelt und intelligent und dennoch schaffen wir es nicht uns
von dieser primitiven Abscheulichkeit zu befreien? Wie viel mehr
könnten wir als Menschheit erreichen, wenn wir nicht dieser wilde
Mob hasserfüllter Barbaren wären, die sich um Religionen und andere
Albernheiten streiten, sondern uns darauf besinnen würden, dass wir
gemeinsam handeln müssen? Welche großartigen Taten und Chancen
haben wir durch unser beschränktes kleines Bild dieser Welt
verpasst?
Ich verzweifle an
unserer Spezies und ihrem ständig gleichen Handlungsschema. Kann es
eine Lösung dafür geben?
Dienstag, 12. Januar 2016
Terminfindungsprobleme II
Wir befinden uns
wieder einmal an dem Punkt, an dem die Prioritäten gewisser Menschen
gegenüber meiner Person hinterfragt werden müssen. Es ist ein
leidiges Thema und ich verspüre wenig Lust darauf, erneut in Grübeln
und Selbstzweifel darüber auszubrechen. Diese Phase wünsche ich
hinter mir zu lassen.
Welcher Weg ist nun
der richtige, wenn man mehr und mehr merkt, dass jemand, den man
eigentlich schätzt, mit vielen Kleinigkeiten ein mangelndes oder
abebbendes Interesse und wenig Wertschätzung für die Zeit anderer
Menschen zum Ausdruck bringt? Welchen Weg soll man gehen, wenn man
des Redens und des Hinterherlaufens müde wird, da beides nur wenige
Früchte trug? Auf welchem Weg kann man seinen Stolz wahren und sich
am Ende des Tages noch im Spiegel betrachten, zumindest bildlich
gesprochen?
Ob er derjenige sein
wird, der all diese Punkte in sich vereinigt, vermag ich noch nicht
zu sagen; mein Weg jedenfalls wird mich schlicht von jenen Personen
fort führen. Nicht unendlich weit fort, es wird auf diesem Weg keine
Türen geben, die ich zuschlagen kann, weder für den dramatischen
Effekt noch für den Kontaktabbruch. Doch ich beschließe mich auch
nicht mehr allzu sehr zu bemühen, ein größeres Maß an Energie in
die Beziehung zu jenen Menschen zu stecken oder ihnen gar eine
gewisse Priorität vor anderen einzuräumen. Diese Anstrengungen und
Handlungen haben in der Vergangenheit eher zu Verärgerung
meinerseits als zu Bestätigung ihrerseits geführt, also können sie
auch unterbleiben.
Selbstschutz,
Selbstschutz. Unter diesem Motto wird mein weiteres Vorgehen stehen,
wieder einmal. Aktuell fühle ich mich auch gestärkt und emotional
uninvolviert genug, um dies problemlos so machen zu können.
Sicherlich wird sich dieser Zustand wieder ändern, aber man wird zu
diesem hoffentlich noch fernen Zeitpunkt auch eine Lösung finden.
Nun denn, ihr
Energieräuber, Lippenbekenner, Ausredenmeister, Selbstverliebten und
anderweitig Unzuverlässigen: Möge euch dies eine Warnung sein, denn
eine zweite Chance kann euch gewährt werden, darüber hinaus
beabsichtige ich aber keine Gefangenen zu machen. Man vergebe mir den
vulgären Ausdruck, doch mittlerweile fühle ich mich zu alt für
diesen Scheiß, der euer tägliches Spiel zu sein scheint.
Auch auf die Gefahr
hin am Ende etwas einsam dazustehen, mögen das große Aussortieren
beginnen!
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Innere Einflüsse
Dienstag, 29. Dezember 2015
Maske in den Schrank
Weihnachten ist vorbei und es ist an
der Zeit sich von den Feiertagen zu erholen. Irgendwann drückt jede
Maske und man muss sie ablegen, besonders wenn man sie drei Tage am
Stück getragen hat. Freundlich-höflicher Gleichmut, unterdrückte
Antworten auf die üblichen kleinen Sticheleien, verschlossene Augen
und Ohren vor unterschwelligen familiären Zwistigkeiten – das
alles wird mit der Zeit anstrengend. Man versucht einen wackeligen
Frieden zu bewahren, obwohl man das Gefühl hat, dass niemand sonst
daran ehrliches Interesse hat. Man hofft auf eine ruhige Zeit, ist
dann aber gezwungen permanent Eskalationen vorzubeugen, bis die Ruhe
zu Stress verkommt. Durchgeplante Fresssucht und Verwandtenbesuche,
Lästereien über nicht Anwesende, Eifersucht zwischen
Familienmitgliedern, die befürchten zu kurz zu kommen. Nach dem
ersten Tag bereits geht man sich auf die Nerven und begibt sich
entweder in einen dämmrigen Halbschlaf um es aus zu sitzen oder
explodiert irgendwann und versucht die Fassade vorgeschobenen
Familienfriedens einzureißen. Denn vorgeschoben ist er, der Kalender
sagt, dass man in dieser Zeit des Jahres gut und freundlich
zueinander sein, Geschenke verteilen und sich lieben muss.
Also trägt man eine Maske. Lächelnd.
Nickend. Gedanken ausschaltend. Innerlich schreiend. Und man sehnt
sich nach Ruhe und Frieden, der jedoch erst nach Weihnachten, dem
Fest der Liebe und Besinnlichkeit, gewährt wird.
Donnerstag, 12. November 2015
Vom Licht abgewendet...
Die dunkle Seite zieht mich derzeit
mehr und mehr in ihren Bann. Man möge mich etwas ausholen und
erklären lassen.
In einer der verschwinden wenigen
sehenswerten Szenen der Star Wars Prequel-Trilogie erklärt
Jedi-Meister Yoda: „Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Furcht
führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.“
Nun kann man geteilter Meinung darüber sein, ob ein Zitat aus Star
Wars sich als Grundlage für die Betrachtung des Charakters eines
echten Menschen eignet, doch habe ich erkannt, dass ich derzeit auf
dem Weg von der Furcht zur Wut bin.
Menschliche Gesellschaft ist mir
unangenehm. Natürlich habe auch ich immer wieder das Bedürfnis
danach, doch gerade in größeren Mengen, unbekannten Personen
gegenüber oder in unangenehmen Situationen verspüre ich häufig
eine Beklommenheit und den Drang mich zurück zu ziehen. Dies als
Furcht zu bezeichnen wäre wohl durchaus korrekt. Ich mag es nicht
von Fremden berührt zu werden (auch nicht im Gedränge, überfüllte
Kaufhäuser und dergleichen sind mir ein Graus) oder von ihnen
angesprochen und in ein Gespräch verwickelt zu werden. Diese ganze
Sache hat sicherlich tiefe psychologische Gründe, auf die wir an
dieser Stelle einfach hinweg gehen wollen.
In der letzten Zeit jedoch vollziehe
ich mehr und mehr einen Wandel. Aus der Furcht vor der vermeintlich
bedrohlichen Situation wird Wut.
Wut auf die Personen, die mir im Weg
stehen.
Wut auf die Leute, die der Meinung sind
mich ansprechen oder anrempeln zu müssen.
Wut auf diese überfüllte Welt, in der
man keinen Stein aus dem Fenster werfen kann, ohne einen Menschen zu
treffen.
Wut auf den unerträglichen Lärm, mit
dem ich tagtäglich konfrontiert werde.
Und natürlich in einem nicht geringen
Ausmaß auch Wut auf mich selbst, der ich wütend bin und keine
Möglichkeit sehe gegen diese Probleme anzugehen.
Als nächstes dürfte dann der Hass
kommen, welcher dann wohl meinen Weg auf die dunkle Seite der Macht
abschließt. Glücklicherweise ist schwarz bereits meine bevorzugte
Kleidungsfarbe, so dass ich mir zumindest die Kosten für eine neue
Garderobe spare. Sparen ist auch bitter notwendig, denn bei dieser
meiner neuen Profession werden noch einige teure Anschaffungen
erforderlich sein. Solltet ihr also in naher Zukunft am Nachthimmel
eine seltsame, mondähnliche Kugel erblicken, sorgt euch nicht zu
sehr. Wenn mein Todesstern erst einmal fertig ist, kann ich wohl alle
meine Probleme lösen.
Sonntag, 20. September 2015
Zeitliche Paradoxa
Wie zu erwarten geht die endlose Geschichte in ihre nächste Runde. Wir erinnern uns: Es wurde vor
etwa einer Woche angekündigt, dass Handwerker kommen würden, die
die noch fehlenden Türen für die Balkone im Haus einbauen sollten.
Die Aussage des Vermieters, der diese Dinge organisiert, lautete:
„Drei Tage. Montag, Dienstag und Mitwoch müssen die in Ihre
Wohnung, dann ist das ganze erledigt.“ Man seufzte, versuchte
einzurichten, dass zu den angekündigten Zeiten Menschen die Türen
öffnen konnten und hoffte insgeheim, dass die Angelegenheit dann
endlich beendet sein möge.
Hoffnung ist jedoch der erste Schritt
auf der Straße zur Enttäuschung.
Der Montag begann. Pünktlich wie die
Maurer, die sie waren, betraten die Handwerker um 8 die Wohnung und
machten sich an ihr staubiges Werk. Noch am selben Morgen teilt der
Vermieter, der auch durch das Haus geisterte, etwas kleinlaut mit,
dass das „doch nicht so schnell“ ginge, wie er es sich gewünscht
hatte – dass das eine Sache von Wünschen ist, war eine ganz neue
Information. Die Hausbewohner hatten eigentlich gehofft, dass er sich
mit den zuständigen Handwerkern bespricht und dass seine Aussagen
der letzten Woche auf diesen Absprachen basierten.
Nun ja. Am Montag, Dienstag und
Mittwoch wurde wie angekündigt fleißig gearbeitet. Am
Mittwochnachmittag wurde der Versuch gestartet aus dem Maurer
vielleicht ein paar brauchbarere Informationen zu erhalten. Er wirkte
einigermaßen entspannt, als er sagte: „Ich mache das morgen
fertig, ich will nicht nochmal am Freitag herkommen.“ Dabei
verstaute er sein Werkzeug in einem großen Eimer und machte sich
kurz darauf auf den Heimweg.
Interessanterweise scheint er des
Nachts eine Epiphanie, den Besuch von drei Geistern oder ein anderes
Erlebnis gehabt zu haben, das seine Einstellung grundlegend
veränderte: Am nächsten Morgen lautete seine neue Einschätzung:
„Ich bin froh, wenn ich heute die Hälfte schaffe, das muss ja
alles noch trocknen. Also, morgen bin ich auf jeden Fall nochmal da.“
Das Zähneknirschen der derart
abgefertigten Mieter dürfte noch zwei Straßen weiter zu hören
gewesen sein. Wieder musste das Öffnen der Türen mühsam
organisiert und Möbel verrückt werden.
Wie es eben so kommen musste, lauteten
die Abschiedsworte des Maurers am Freitagnachmittag: „Am Montag
mache ich dann den Rest, da sind Sie auch hier, oder?“ Zudem gab
der Vermieter zu bedenken, dass noch die Schwelle der neuen Tür
bearbeitet werden müsse, in naher Zukunft, und dass auch die Wände
rings um den neuen Durchbruch neu tapeziert und gestrichen würden,
im nächsten Frühjahr. Man kann also aktuell davon ausgehen, dass im
kommenden Sommer so langsam wieder Normalität eintreten wird, sofern
die Mieter nicht einfach einige der ausstehenden Aktionen in
Eigenregie durchführen.
Bei dieser ganzen leidigen
Angelegenheit drängen sich einfach mehrere Gedanken auf. Haben
Vermieter und Handwerker im Vorfeld tatsächlich über mehr
kommuniziert und hat der Vermieter sich dann den Zeitansatz
ausgedacht, den er weiter gemeldet hat, und auf das Beste gehofft?
Haben umgekehrt die Handwerker ihm gegenüber den Aufwand
untertrieben und ihn dann erst nach und nach mit den wahren
Gegebenheiten konfrontiert? Versuchen einfach alle Parteien die
Mieter in Sicherheit zu wiegen, indem sie schrittweise mit den
Informationen rausrücken? Fällt es den Handwerkern (und auch dem
Vermieter) vielleicht auch einfach sehr leicht die Hausbewohner
anzulügen, sind sie also schlicht ohne Skrupel und Anstand?
Oder liegt das Problem doch bei den
kleinen Geistern, die sich von den Geschehnissen verärgert zeigen
und veralbert fühlen? Möglicherweise haben diese Personen, die
immer wieder die Termine ändern und den Zeitansatz für die
Fertigstellung nach hinten schieben, einfach ein wesentlich tieferes
Verständnis von Zeit als der normale Mensch, der nur ihr lineares
Verstreichen wahrnehmen kann und Begriffe wie „zu spät“
verwendet. Könnten diese Handwerker nicht einfach erkennen, dass es
sich bei der eigentlichen Struktur der Zeit eher um... wibbly wobbly, time-y wimey... stuff... handelt? Halten wir uns also daran fest,
denn das bedeutet auch, dass die Leute, die da arbeiten, so etwas wie
einen Plan haben...
Samstag, 12. September 2015
Das Ende einer unendlichen Geschichte
Wie bereits einmal erwähnt, wurde
meine Wohnung vor einigen Wochen mit Balkonen versehen. Die
Geschichte hinter diesen ist eine lange und komplizierte voller
Rückschläge und Wirrungen...
Schon bei der Unterzeichnung des
Mietvertrages schwärmte der Vermieter von seiner Idee das Hinterhaus
mit Balkonen auszustatten. Dieser Wunsch war wohl von einem der
Bewohner an ihn herangetragen worden und er war mit Feuer und Flamme
bei der Planung. „Nicht mehr in diesem Jahr“, der Einzugstermin
war im März, „aber nächstes Jahr geht das los“, so oder ähnlich
waren seine optimistischen Einschätzungen während des Gesprächs.
Das war 2012.
Jenes Jahr, der Weltuntergang und auch
das darauf folgende vergingen ereignislos in Bezug auf die Balkone.
Wenn man dem Vermieter über den Weg lief, erwähnte er immer wieder
gerne seinen glorreichen Plan, doch folgten diesen Worten keine
Taten. Lächeln und Nicken, das war immer die beste Antwort auf seine
Auslassungen.
Doch 2014 sollte alles anders werden.
Ein Schreiben an alle Mieter tauchte
auf, in dem nun konkrete Pläne erläutert wurden. Im ersten Schritt
sollte der Innenhof umgestaltet und Fundamente angelegt werden, im
zweiten sollten dann die Balkone gebaut werden. Mit einer Woche
Verspätung begannen die Baumaßnahmen. Tatsächlich schien das
Unmögliche plötzlich möglich zu werden, denn die Hofumgestaltung
und das Gießen der Balkonfundamente wurden nach einiger Zeit
abgeschlossen. Doch dann... nichts. Alle hielten die Luft an und
warteten darauf, dass eines Morgens Bauarbeiter die Wände erklimmen
würden, aber das Warten war vergebens. Im Herbst des vergangenen
Jahres, lange nach dem angegebenen Bautermin, erwähnte der Vermieter
bei einem zufälligen Treffen beiläufig, dass die Firma, die mit dem
Bau beauftragt war, „abgesprungen“ sei, eine etwas eigenwillige
Formulierung im Zusammenhang mit Balkonen. Er sei jedoch fieberhaft
auf der Suche nach einem neuen Angebot. Auf den Einwand, dass es dann
wohl erst im nächsten Jahr etwas werde, erwiderte er: „Die kann
man auch im Winter anbauen, die werden ja nur von außen an die
Fassade geschraubt, das ist ja nicht so schlimm. Die Türen baut man
dann eben später ein...“
Nun ja. Der Winter verstrich. Das
Frühjahr brach an, die Natur erwachte, alle waren glücklich und
genossen die wärmenden Strahlen der Sonne. Niemand sprach mehr von
oder dachte an die Balkone. Eines Tages am Ende des Wonnemonats Mai
begegnete mir wieder einmal der Vermieter. Im Vorbeigehen rief er:
„Ende des Monats! Ende des Monats kommen die Balkone!“ Ich
nickte, lächelte und ging schnell weg, das ganze wirkte inzwischen
ein wenig wie ein Running Gag. Da der Mai fast Geschichte war, ging
ich davon aus, dass er vom Juni sprach und wartete mit mäßigem
Interesse auch diesen Monat ab. Man wundert sich nicht mehr, dass
nichts geschah.
Im Juli jedoch sollten alle überrascht
werden. Wieder gab es ein Rundschreiben und einen konkreten Termin.
Und zum ersten Mal in dieser Geschichte wurde dieser auch eingehalten
– eine Horde Handwerker, allerlei Werkzeug, ein kompakter Kran und
eine ebenso kompakte Hebebühne strömten in unseren engen Hinterhof
und begannen mit der Arbeit. In wenigen Tagen waren die lang
angekündigten Balkone, eher unansehnliche Metallkonstruktionen, von
außen an der Fassade befestigt, wie es der Vermieter, ein wahrer
Prophet, einst angekündigt hatte.
Doch dies war nicht das Ende. Zwischen
Balkon und Wand klaffte jeweils ein etwa 20 Zentimeter breiter Spalt,
laut Erklärung „falls man da mal irgendwann in einigen Jahren die
Wände noch dämmen will“ (es graut mir ein wenig davor, dass dies
das nächste endlose Projekt im Haus wird), zudem gab es noch keine
Türen, wir mussten aus dem Fenster klettern um diese Erweiterungen
unserer Wohnungen nutzen zu können.
Auf Nachfrage beschwichtigten die
zuständigen Handwerker die ungeduldigen Mieter, zumindest was den
ersten Punkt anging, und kündigten an, dass sie zeitnah noch ein
Blech über den Abgrund setzen würden. Ein Versuch sie zeitlich
festzunageln führte immerhin zu der Aussage „Zwischen nächster
Woche und Ende August, denn dann gehen wir in Urlaub“.
Diese Leute tauchten zwar nicht in der
folgenden Woche auf (wir befanden uns inzwischen im August), doch
immerhin tat dies ein Mann, der mit dem Einbau von Fenstern seinen
Lebensunterhalt bestreitet. Dieser vermaß alles, was er brauchte, um
„zeitnah“ Balkontüren einzubauen – zudem prüfte er, an
welchen Stellen Heizkörper versetzt werden müssten, damit er
überhaupt arbeiten kann. Alle waren fast euphorisch, da sie hofften,
dass diese Odyssee nun vielleicht endlich ihren Abschluss finden
würde.
Doch wie das so ist, der Mensch lernt
nichts aus seiner Geschichte. Die Wochen verstrichen, ohne dass sich
einer der zuständigen Handwerker jemals wieder meldete. Sobald man
des Vermieters angesichtig wurde, wurde nachgehakt, doch er wusste
auch nicht mehr und kündigte nur an „da mal anzurufen“. Am Ende
des Monats betrat ein weiterer Akteur in diesem Stück die Bühne,
der Heizungsinstallateur. Auch er nahm sehr sorgsam Maß, da er in
einer unserer Räumlichkeiten eine Spezialanfertigung von Heizkörper
einbauen müsste – der Platz ließ nichts anderes zu. Doch auch an
dieser Front herrschte nach dem Termin nur noch Schweigen.
Vor einer Woche ging es dann plötzlich
Schlag auf Schlag. Die Bleche wurden angebaut, einen halben Tag lang
turnten die Handwerker auf den Balkonen herum, schoben die
Einrichtungen, die die Bewohner schon mal (eigentlich unerlaubt) dort
platziert hatten, beiseite und schlossen unter lautem Getöse und
Rumoren den Spalt zwischen Wand und Balkon. Eine Kleinigkeit zwar,
doch es ist wesentlich angenehmer auf dem Balkon zu sitzen, wenn man
nicht ständig beim Blick nach links bis hinunter auf den
gepflasterten Hof schauen kann.
Zwei Tage später war der Heizungsmann
da. Ein 1,95 m hoher Heizkörper soll nun im Winter verhindern, dass
wir im Schlaf erfrieren. Am selben Tag kündigte der Vermieter im
Vorbeigehen an, dass „nächste Woche dann die Türen kommen. Oder
übernächste Woche. Ich ruf' da nochmal an.“
Wie es aussieht, wird es dann die
„übernächste“. Übermorgen soll es losgehen und innerhalb von
drei Tagen erledigt sein. Man darf äußerst gespannt sein, welche
Hindernisse, halbfertigen Ergebnisse oder anderen Absonderlichkeiten
uns dabei noch erwarten. Vielleicht, aber nur vielleicht, endet an
der Stelle auch die lange Geschichte von der tollen Idee unseres
Vermieters und wir können uns alle glücklich und zufrieden dort
sonnen und Tomaten anpflanzen.
Diesen Text schrieb ich auf dem
Wohnzimmerbalkon sitzend und die Septembersonne des Jahres 2015
genießend. Die Mietpartei, die ursprünglich nach Balkonen gefragt
hatte, wohnt übrigens schon seit etwa zwei Jahren nicht mehr im
Haus. Ich hoffe, dass sie in ihrer neuen Bleibe endlich gefunden hat,
worauf sie hier vergeblich wartete.
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Kleine lächerlich schwere Entscheidungen
Man muss bisweilen auch zu guten Freunden "Nein" sagen. Dies ist auf jeden Fall dann notwendig, wenn das eigene Wohl bedroht ist. Natürlich ist es wichtig sich selbst zurücknehmen zu können um anderen zu helfen oder beizustehen, doch auch das muss seine Grenzen haben, will man sich nicht kaputt machen und irgendwann selbst die Person sein, die nicht mehr weiter weiß.
Dieser Gedanke ist vernünftig.
So gut wie jeder Mensch hat Verständnis dafür und teilt ihn; wenn nicht, sollte man von dem betreffenden Menschen ohnehin eher Abstand haben, da er vermutlich mehr fordert als gibt.
Nichtsdestotrotz ist die Umsetzung schwer. Es tut weh Freunden, die Bedarf an einem offenen Ohr haben, ein "Tut mir leid, ich habe momentan nicht den Kopf dafür" zu erwidern. Wahrscheinlich ist es sogar für einen selbst schmerzhafter als für den anderen.
Schmerz kann aber sehr heilsam sein, für beide Parteien. Die befreundete Person erkennt, dass sie es nicht mit einem ständig verfügbaren seelischen Mülleimer zu tun hat und man selbst lernt vielleicht seinen eigenen Wert mehr zu schätzen und die eigenen Belange nicht zu vernachlässigen.
Dennoch ist es schwer.
Dieser Gedanke ist vernünftig.
So gut wie jeder Mensch hat Verständnis dafür und teilt ihn; wenn nicht, sollte man von dem betreffenden Menschen ohnehin eher Abstand haben, da er vermutlich mehr fordert als gibt.
Nichtsdestotrotz ist die Umsetzung schwer. Es tut weh Freunden, die Bedarf an einem offenen Ohr haben, ein "Tut mir leid, ich habe momentan nicht den Kopf dafür" zu erwidern. Wahrscheinlich ist es sogar für einen selbst schmerzhafter als für den anderen.
Schmerz kann aber sehr heilsam sein, für beide Parteien. Die befreundete Person erkennt, dass sie es nicht mit einem ständig verfügbaren seelischen Mülleimer zu tun hat und man selbst lernt vielleicht seinen eigenen Wert mehr zu schätzen und die eigenen Belange nicht zu vernachlässigen.
Dennoch ist es schwer.
Donnerstag, 10. September 2015
Wandel
Veränderung ist Teil des Lebens, im Großen wie im Kleinen. Wir verändern uns jeden Tag, werden älter, machen neue Erfahrungen, gute und schlechte. Neue Möglichkeiten, Erkenntnisse und Techniken tauchen auf und beeinflussen uns. Auch wenn wir es uns manchmal vorstellen oder wünschen, unser Weg ist kein gerader, er ist von Kurven geprägt, da wir immer wieder Hindernissen ausweichen oder Gelegenheiten am Straßenrand wahrnehmen müssen. All das gehört dazu, macht uns zu dem, was wir heute sind und beeinflusst das, was wir morgen sind. Diese beiden "Ichs" sind unterschiedlich. Ob wir es nun wollen oder nicht, es wird immer wieder Veränderungen geben, die uns auch manches Mal aus unserer Wohlfühlzone reißen werden. Manchmal führen diese zu positiven, manchmal zu negativen Folgen, oft genug ist das vorher nicht absehbar.
Und wie es einem jeden von uns ergeht, so findet das auch in der gesamten Gesellschaft statt. Sie ist nicht statisch, sondern ständig im Wandel, neue Ideen und Strömungen sorgen für Veränderungen. Einflüsse von außen werden übernommen und Herausforderungen müssen bewältigt werden. Was gestern noch seltsam erschien, ist heute schon normal und morgen längst überholt. Das ist der Lauf der Dinge und so war es schon immer. Gesellschaftformen entwickeln sich, Bevölkerungsstrukturen wandeln sich, Sprache passt sich an und die Sichtweise der Menschen wechselt fast täglich.
Das gefällt uns oft nicht. Insgeheim sind wir alle etwas spießig und ängstlich und wollen eigentlich keine Änderung des Status Quo, in dem wir uns einigermaßen eingerichtet haben. Auch wenn es uns vielleicht nicht so gut geht, wie es möglich wäre, wir scheuen doch oftmals das Ungewisse des Wandels, selbst wenn er für uns positiv ausfallen könnte. So verharren wir in unseren eigenen Belangen oftmals auf einem Punkt, ängstlich bedacht nicht aus unserer kleinen Welt auszubrechen.
Wie gehen wir nun jedoch mit den größeren Umwälzungen um, vor denen wir uns nicht einfach verstecken können? Letztlich reagieren auch hier viele mit Ablehnung. Sie sehen sich durch das Unbekannte bedroht und wollen es bekämpfen. Angst geht um, die teilweise sogar in Gewalt umschlägt. Sie wollen oder können nicht wahrhaben, dass unsere gemeinsame Welt immer wieder Anpassungen von ihnen abverlangt, dass die Gegebenheiten sich immer wieder ändern werden, dass ihr privater Mikrokosmos ihnen nur die Illusion von Stillstand geben kann.
Veränderungen sind nicht pauschal gut oder schlecht. Manche entpuppen sich als blöde Ideen, manche sind ein Segen für die ganze Menschheit. Auf die eine oder andere Art wird es sie jedoch immer geben, denn immer wieder müssen wir auf veränderte Bedingungen reagieren.
Vielleicht sollten wir uns etwas weniger auf unseren eigenen beschränkten Horizont versteifen und von Zeit zu Zeit lieber versuchen die Chancen in neuen Situationen zu sehen. Und möglicherweise erkennen wir dann auch, dass nicht alle Änderungen unserer Welt den Untergang des Abendlandes bedeuten.
Und wie es einem jeden von uns ergeht, so findet das auch in der gesamten Gesellschaft statt. Sie ist nicht statisch, sondern ständig im Wandel, neue Ideen und Strömungen sorgen für Veränderungen. Einflüsse von außen werden übernommen und Herausforderungen müssen bewältigt werden. Was gestern noch seltsam erschien, ist heute schon normal und morgen längst überholt. Das ist der Lauf der Dinge und so war es schon immer. Gesellschaftformen entwickeln sich, Bevölkerungsstrukturen wandeln sich, Sprache passt sich an und die Sichtweise der Menschen wechselt fast täglich.
Das gefällt uns oft nicht. Insgeheim sind wir alle etwas spießig und ängstlich und wollen eigentlich keine Änderung des Status Quo, in dem wir uns einigermaßen eingerichtet haben. Auch wenn es uns vielleicht nicht so gut geht, wie es möglich wäre, wir scheuen doch oftmals das Ungewisse des Wandels, selbst wenn er für uns positiv ausfallen könnte. So verharren wir in unseren eigenen Belangen oftmals auf einem Punkt, ängstlich bedacht nicht aus unserer kleinen Welt auszubrechen.
Wie gehen wir nun jedoch mit den größeren Umwälzungen um, vor denen wir uns nicht einfach verstecken können? Letztlich reagieren auch hier viele mit Ablehnung. Sie sehen sich durch das Unbekannte bedroht und wollen es bekämpfen. Angst geht um, die teilweise sogar in Gewalt umschlägt. Sie wollen oder können nicht wahrhaben, dass unsere gemeinsame Welt immer wieder Anpassungen von ihnen abverlangt, dass die Gegebenheiten sich immer wieder ändern werden, dass ihr privater Mikrokosmos ihnen nur die Illusion von Stillstand geben kann.
Veränderungen sind nicht pauschal gut oder schlecht. Manche entpuppen sich als blöde Ideen, manche sind ein Segen für die ganze Menschheit. Auf die eine oder andere Art wird es sie jedoch immer geben, denn immer wieder müssen wir auf veränderte Bedingungen reagieren.
Vielleicht sollten wir uns etwas weniger auf unseren eigenen beschränkten Horizont versteifen und von Zeit zu Zeit lieber versuchen die Chancen in neuen Situationen zu sehen. Und möglicherweise erkennen wir dann auch, dass nicht alle Änderungen unserer Welt den Untergang des Abendlandes bedeuten.
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Dienstag, 25. August 2015
Für das Imperium!
In Reih und Glied angetreten sehen wir
hier die Sturmtruppen des Imperiums. Und so schnell wie ihre großen
Vorbilder von den Rebellen niedergestreckt werden, so schnell waren diese Versionen vertilgt.
Anlässlich einer Geburtstagsfeier
sollte ich Gebäck mit Motiv produzieren. Etwas derartiges hatte ich
noch nie gemacht – Herausforderung angenommen! Irgendwo in den
Tiefen des Internets stieß ich auf eine Anleitung um aus
Marshmallows Star Wars Stormtroopers zu machen. Einen
lebensmitteltauglichen Marker konnte ich leider kurzfristig nicht
mehr organisieren, daher musste ich ein wenig improvisieren.
Die Grundlage des ganzen sind einfache
Rührteigmuffins mit Schokoladensplittern im Inneren. Die
Marshmallows habe ich mittels eines Zahnstochers bemalt, als Farbe
diente ein sehr ergiebiges schwarzes Färbemittel für Buttercreme.
Dies gestaltete sich zunächst sehr mühsam, nach denm ersten Trupp entwickelte sich jedoch eine gewisse Routine. Aufgeklebt wurden die weißen fluffigen Kameraden dann mit weißer
Kuvertüre.
Es greift der Cheerleadereffekt, in der
Gruppe sehen sie sehr gut aus, wenn man jedoch den einzelnen Soldaten
betrachtet, erkennt man gewisse Unzulänglichkeiten. Auch war die
Farbe nicht ganz geeignet, da man mit der Zeit sehen konnte, dass sie
sich ein wenig über den restlichen Marshmallow verteilte. Beim
nächsten Mal, wenn es denn ein solches gibt, sollten zudem die
Muffins unter den Sturmtruppen etwas weniger langweilig sein.
Alles in allem bin ich jedoch mit dem
Ergebnis zufrieden, ebenso waren es die Gäste und, was das
wichtigste ist, das Geburtstagskind.
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Freitag, 21. August 2015
Nach dem Aufwachen
Sie hat mir gesagt, dass sie meine Gefühle erwidert. Welch eine Erleichterung.
Natürlich habe ich das nur geträumt... aber man muss sich auch über Kleinigkeiten freuen können!
Natürlich habe ich das nur geträumt... aber man muss sich auch über Kleinigkeiten freuen können!
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Sonntag, 16. August 2015
Sonntagvormittag
Ich genieße gerade den Sonntagmorgen und seine Ruhe. Ich bin seit drei Stunden wach und freue mich darüber, dass ich der einzige im Haushalt bin, der sich aus dem Bett bequemt hat. Niemand der plappert; kein Fernseher, der Lärm verbreitet; kein Besuch, der Unfug redet oder anderweitig laut ist - ich merke momentan, wie sehr ich so eine Ruhephase vermisst habe. Leider ist es mit ihr auch schon wieder vorbei.
Man muss sich auch an kleinen Dingen erfreuen können und man muss Lektionen daraus ziehen. Meine Lektion ist in diesem Fall, dass ich mich in der nahen Zukunft wieder mehr um Qualitätszeit allein bemühen muss um meine Energiereserven aufzufüllen.
Man muss sich auch an kleinen Dingen erfreuen können und man muss Lektionen daraus ziehen. Meine Lektion ist in diesem Fall, dass ich mich in der nahen Zukunft wieder mehr um Qualitätszeit allein bemühen muss um meine Energiereserven aufzufüllen.
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Freitag, 7. August 2015
Ein neuer Schuss
Wir befinden uns an Tag 2 nach der letzten Dosis. Vor ziemlich genau 48 Stunden habe ich "das Suchtmittel" zum Abschied umarmt und seiner Wege ziehen lassen. Eine hervorragende Möglichkeit um einmal die Abhängigkeitssymptome genauer zu analysieren.
Die betreffende Person war es, die nach einem Treffen fragte. Ich reagierte etwas reserviert und abweisend, da ich es zu dem Zeitpunkt bereits über einen Monat ohne sie ausgehalten hatte, und sicher noch nicht "clean" war, aber einen wesentlich geringeren eigenen Druck nach ihrer Zuwendung verspürte. Nach kurzem Hin und Her stimmte ich natürlich doch zu.
Ich merkte in der Zeit, die bis zum Treffen verging, dass ich mich nicht so recht darauf freuen konnte oder wollte. Ich wusste, es wäre zu kurz, ich wusste, es würde meine Wünsche nur teilweise befriedigen, ich wusste, wie es mir hinterher gehen würde. Auch die ersten zwei bis drei Stunden, die wir dann zusammen verbrachten, verhielt ich mich zurückhaltend, distanziert, versuchte meinen Abstand zu wahren, meine geistige und körperliche Gesundheit zu verteidigen.
Meine gesamte Abwehr und Mauer wurde dann jedoch mit einem Schlag eingerissen, vielmehr mit einer Umarmung und einem "ich habe dich vermisst", vier Worte und eine Geste, die mich aus heiterem Himmel trafen und mich wehrlos den Auswirkungen meiner Droge auslieferten. An der Stelle konnte ich die Umarmung dann nur erwidern und dem Satz zustimmen.
Natürlich war die darauf folgende Zeit sehr schön. Wir hatten viel Spaß, haben ein paar Dinge unternommen und die üblichen kleinen Spielchen zwischen uns gespielt. Es war wie immer, ganz instinktiv, es fühlte sich richtig an. Man kennt sich, man vertraut sich, man muss sich für den anderen nicht verstellen.
Dann kam der Abschied, der dieses Mal für einen wesentlich längeren Zeitraum sein wird. Ich wollte noch soviel sagen, in der Nacht davor lag ich lange wach und legte mir die ganzen Worte zurecht. Am nächsten Morgen waren sie zwar noch alle da, wollten jedoch nicht so recht über meine Lippen kommen. Ich nutzte auch die letzte Gelegenheit um nochmal 20 Minuten mehr Zeit für meine Droge rauszuschinden, dann war sie weg.
Für den Rest des Tages wirkte die Dosis noch nach, doch sie war zu niedrig. Schon gestern spürte ich, wie ich unleidlich wurde und überlegte, wie ich die Zeit bis zum nächsten Aufeinandertreffen doch noch kürzen könnte. Diese Pläne verleugneten natürlich komplett die Realität und waren reines Wunschdenken.
Heute, zwei Tage nach dem letzten Schuss, versuche ich krampfhaft wieder runterzukommen. Ein langer Weg des Entzuges liegt noch vor mir, mehr als zwei Monate werden es (zwangsweise). Natürlich ist es absehbar, dass danach das Spiel von vorne beginnt, denn es drängt mich ja eigentlich nicht danach, von dieser speziellen Droge herunterzukommen, man möge mir diese etwas unglückliche, zweideutige Wortwahl verzeihen. Doch vielleicht schaffe ich es mich während dieser Pause etwas zu beruhigen und weniger emotional an diese Bindung heranzugehen.
Man darf gespannt sein und vermutlich werde ich die weitere Entwicklung dieser Sucht dokumentieren.
Die betreffende Person war es, die nach einem Treffen fragte. Ich reagierte etwas reserviert und abweisend, da ich es zu dem Zeitpunkt bereits über einen Monat ohne sie ausgehalten hatte, und sicher noch nicht "clean" war, aber einen wesentlich geringeren eigenen Druck nach ihrer Zuwendung verspürte. Nach kurzem Hin und Her stimmte ich natürlich doch zu.
Ich merkte in der Zeit, die bis zum Treffen verging, dass ich mich nicht so recht darauf freuen konnte oder wollte. Ich wusste, es wäre zu kurz, ich wusste, es würde meine Wünsche nur teilweise befriedigen, ich wusste, wie es mir hinterher gehen würde. Auch die ersten zwei bis drei Stunden, die wir dann zusammen verbrachten, verhielt ich mich zurückhaltend, distanziert, versuchte meinen Abstand zu wahren, meine geistige und körperliche Gesundheit zu verteidigen.
Meine gesamte Abwehr und Mauer wurde dann jedoch mit einem Schlag eingerissen, vielmehr mit einer Umarmung und einem "ich habe dich vermisst", vier Worte und eine Geste, die mich aus heiterem Himmel trafen und mich wehrlos den Auswirkungen meiner Droge auslieferten. An der Stelle konnte ich die Umarmung dann nur erwidern und dem Satz zustimmen.
Natürlich war die darauf folgende Zeit sehr schön. Wir hatten viel Spaß, haben ein paar Dinge unternommen und die üblichen kleinen Spielchen zwischen uns gespielt. Es war wie immer, ganz instinktiv, es fühlte sich richtig an. Man kennt sich, man vertraut sich, man muss sich für den anderen nicht verstellen.
Dann kam der Abschied, der dieses Mal für einen wesentlich längeren Zeitraum sein wird. Ich wollte noch soviel sagen, in der Nacht davor lag ich lange wach und legte mir die ganzen Worte zurecht. Am nächsten Morgen waren sie zwar noch alle da, wollten jedoch nicht so recht über meine Lippen kommen. Ich nutzte auch die letzte Gelegenheit um nochmal 20 Minuten mehr Zeit für meine Droge rauszuschinden, dann war sie weg.
Für den Rest des Tages wirkte die Dosis noch nach, doch sie war zu niedrig. Schon gestern spürte ich, wie ich unleidlich wurde und überlegte, wie ich die Zeit bis zum nächsten Aufeinandertreffen doch noch kürzen könnte. Diese Pläne verleugneten natürlich komplett die Realität und waren reines Wunschdenken.
Heute, zwei Tage nach dem letzten Schuss, versuche ich krampfhaft wieder runterzukommen. Ein langer Weg des Entzuges liegt noch vor mir, mehr als zwei Monate werden es (zwangsweise). Natürlich ist es absehbar, dass danach das Spiel von vorne beginnt, denn es drängt mich ja eigentlich nicht danach, von dieser speziellen Droge herunterzukommen, man möge mir diese etwas unglückliche, zweideutige Wortwahl verzeihen. Doch vielleicht schaffe ich es mich während dieser Pause etwas zu beruhigen und weniger emotional an diese Bindung heranzugehen.
Man darf gespannt sein und vermutlich werde ich die weitere Entwicklung dieser Sucht dokumentieren.
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Samstag, 25. Juli 2015
Ein unregelmäßiges Update
Nun ja, nun ja. Scheinbar war es doch nicht so einfach sich selbst in den Allerwertesten zu treten, einmal die Woche zumindest zwei oder drei Absätze zu tippen und hier zu posten. Der Ausreden gibt es viele: Keine Zeit, zu viel wichtigere Dinge, die zu erledigen waren, fehlende Ruhe und Inspiration, wenn doch mal die Zeit da war, Faulheit, Unzufriedenheit mit den im Kopf umherschwirrenden Texten.
Welche dieser Erklärungen nun am plausibelsten erscheint, mag der Leser für sich selbst beantworten. Vermutlich ist die Wahrheit, wie so oft im Leben, eine Mischung aus all diesen Faktoren und noch anderen, ungenannten.
Während draußen nun Sturm, finstere Wolken und Regen heranrollen und ich das dringende Bedürfnis verspüre, einem gewissen Geschwisterpaar, das gestern nach einem Blick auf ihre Smartphones mit überlegener Stimme verkündeten "Das regnet morgen nicht!", ein hämisches "Ich habs euch ja gesagt" entgegen zu schleudern, schaffe ich es doch tatsächlich, wenn auch völlig aus dem Rhythmus, ein paar Gedanken niederzuschreiben.
Doch worüber hätte ich mich in den letzten Wochen auf die Tastatur ergießen sollen (viel Spaß mit dieser Vorstellung)?
Der Meister des "Schauen wir mal, kriegen wir schon hin", mein Vermieter, hat seinen mindestens drei Jahre alten Traum von Balkonen für unser Haus endlich erfüllt. Die Mietpartei, die sich diese damals gewünscht hatte, wohnt zwar schon seit etwa zwei Jahren nicht mehr hier, aber sicherlich ist es für alle anderen auch ein großer Erfolg. In nur drei Tagen wurden sie an den Wänden befestigt und stehen nun den Hausbewohnern zur Verfügung - wenn es denn schon Türen gäbe und man nicht darauf angewiesen wäre aus dem Fenster zu klettern... und wenn nicht zwischen Balkon und Wand noch ein 30 Centimeter breiter Spalt wäre, der den Rückweg durch das Fenster erschwert... nun ja, aber ein Balkon! Der Pöbel möge jubilieren! Solange dieser aber noch in der aktuellen Form ohne Tür und mit Abgrund existiert, sollten sich dumme Betrunkene, dumme Kinder und dumme Haustiere mit dem Ausblick aus dem Fenster begnügen. Für die demnächst anstehende Geburtstagsfeier in unseren vier Wänden werde ich wohl noch entsprechende Warnschilder entwerfen...
Auch wenn ich beim Layout dieses Beitrages etwas geschummelt habe, ist dies doch schon der sechste Absatz. Da es niemanden gibt, der mir widersprechen würde, erkläre ich den vorliegenden Post somit für erfolgreich und im Rahmen des selbst auferlegten Qualitäts- und Quantitätsanspruchs befindlich.
Welche dieser Erklärungen nun am plausibelsten erscheint, mag der Leser für sich selbst beantworten. Vermutlich ist die Wahrheit, wie so oft im Leben, eine Mischung aus all diesen Faktoren und noch anderen, ungenannten.
Während draußen nun Sturm, finstere Wolken und Regen heranrollen und ich das dringende Bedürfnis verspüre, einem gewissen Geschwisterpaar, das gestern nach einem Blick auf ihre Smartphones mit überlegener Stimme verkündeten "Das regnet morgen nicht!", ein hämisches "Ich habs euch ja gesagt" entgegen zu schleudern, schaffe ich es doch tatsächlich, wenn auch völlig aus dem Rhythmus, ein paar Gedanken niederzuschreiben.
Doch worüber hätte ich mich in den letzten Wochen auf die Tastatur ergießen sollen (viel Spaß mit dieser Vorstellung)?
Mein erstes hochgeladenes Bild in diesem Blog. Ich bin so stolz.
Der Meister des "Schauen wir mal, kriegen wir schon hin", mein Vermieter, hat seinen mindestens drei Jahre alten Traum von Balkonen für unser Haus endlich erfüllt. Die Mietpartei, die sich diese damals gewünscht hatte, wohnt zwar schon seit etwa zwei Jahren nicht mehr hier, aber sicherlich ist es für alle anderen auch ein großer Erfolg. In nur drei Tagen wurden sie an den Wänden befestigt und stehen nun den Hausbewohnern zur Verfügung - wenn es denn schon Türen gäbe und man nicht darauf angewiesen wäre aus dem Fenster zu klettern... und wenn nicht zwischen Balkon und Wand noch ein 30 Centimeter breiter Spalt wäre, der den Rückweg durch das Fenster erschwert... nun ja, aber ein Balkon! Der Pöbel möge jubilieren! Solange dieser aber noch in der aktuellen Form ohne Tür und mit Abgrund existiert, sollten sich dumme Betrunkene, dumme Kinder und dumme Haustiere mit dem Ausblick aus dem Fenster begnügen. Für die demnächst anstehende Geburtstagsfeier in unseren vier Wänden werde ich wohl noch entsprechende Warnschilder entwerfen...
Auch wenn ich beim Layout dieses Beitrages etwas geschummelt habe, ist dies doch schon der sechste Absatz. Da es niemanden gibt, der mir widersprechen würde, erkläre ich den vorliegenden Post somit für erfolgreich und im Rahmen des selbst auferlegten Qualitäts- und Quantitätsanspruchs befindlich.
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Donnerstag, 2. Juli 2015
Zielstrebiger Einkauf
Ich bin echt toll. Ich bin in die Stadt gegangen um Kleidung zu kaufen. Wie das dann meistens so ist, betrete ich ein Bekleidungsgeschäft, peile zielstrebig das Gesuchte an und stelle fest: "In meiner Größe gibt es fast nichts und das wenige, was es gibt, gefällt mir nicht." Zeitaufwand pro Laden: etwa 30 Sekunden. Frustriert gehe ich danach ins Buchgeschäft... Zeitaufwand hier: 15 Minuten... Statt einer Hose und Schuhen habe ich nun also zwei Bücher gekauft. Das habe ich wirklich gut gemacht, auch wenn ich meinen Körper mittelfristig dann wohl mit Buchseiten bedecken muss.
Mittwoch, 20. Mai 2015
Quengelware
Soviel dann zum "Erwachsensein"...
Der Discounter um die Ecke hat in seinem Non-Food-Bereich seit etwa einer Woche diverse Sommerutensilien im Angebot. Neben Blumentöpfen und Picknickdecken befindet sich auch ein Regal mit Nerfguns, bunte Plastikpistolen, die kleine bunte Schaumstoffpfeile verschießen können... folgerichtig schleiche ich also seit etwa einer Woche schon bei jedem Einkauf um dieses Regal herum und hadere mit mir und meinem Schicksal.
"Du brauchst sowas doch eh nicht, was willst du damit?"
"Du bist erwachsen, das ist Kinderspielzeug!"
"Das ist ziemlich albern, lass die Finger davon!"
"Das Geld kannst du viel sinnvoller ausgeben!"
Eine Woche lang habe ich es geschafft dem Drang so ein Teil zu kaufen zu widerstehen - heute war dann die Selbstbeherrschung nach einem nervigen, anstrengenden Tag auf dem Nullpunkt angelangt. Damit ich mich nicht ganz so kindisch fühle, plane ich das Ding anzumalen. Das machen Erwachsene so, Nerfguns anmalen, damit sie cool aussehen. Und nur aus diesem Grund habe ich heute zugegriffen und sie mitgenommen, künstlerische Betätigung und kreative Entspannung!
Man muss sich nur lang genug einreden, dass eine Entscheidung rational gefällt wurde, dann glaubt man das irgendwann auch.
Man möge mich nun bitte entschuldigen, ich muss auf Dinge schießen.
Der Discounter um die Ecke hat in seinem Non-Food-Bereich seit etwa einer Woche diverse Sommerutensilien im Angebot. Neben Blumentöpfen und Picknickdecken befindet sich auch ein Regal mit Nerfguns, bunte Plastikpistolen, die kleine bunte Schaumstoffpfeile verschießen können... folgerichtig schleiche ich also seit etwa einer Woche schon bei jedem Einkauf um dieses Regal herum und hadere mit mir und meinem Schicksal.
"Du brauchst sowas doch eh nicht, was willst du damit?"
"Du bist erwachsen, das ist Kinderspielzeug!"
"Das ist ziemlich albern, lass die Finger davon!"
"Das Geld kannst du viel sinnvoller ausgeben!"
Eine Woche lang habe ich es geschafft dem Drang so ein Teil zu kaufen zu widerstehen - heute war dann die Selbstbeherrschung nach einem nervigen, anstrengenden Tag auf dem Nullpunkt angelangt. Damit ich mich nicht ganz so kindisch fühle, plane ich das Ding anzumalen. Das machen Erwachsene so, Nerfguns anmalen, damit sie cool aussehen. Und nur aus diesem Grund habe ich heute zugegriffen und sie mitgenommen, künstlerische Betätigung und kreative Entspannung!
Man muss sich nur lang genug einreden, dass eine Entscheidung rational gefällt wurde, dann glaubt man das irgendwann auch.
Man möge mich nun bitte entschuldigen, ich muss auf Dinge schießen.
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