Man sitzt so an einem kalten, nassen Novembernachmittag auf der Couch unter der Decke und versucht sich ein wenig zu entspannen - und plötzlich ist es dunkel und der Tag ist vergangen und irgendwie hat man fast gar nichts geschafft. In seiner Nutzlosigkeit, Tristesse und Trübsinnigkeit kommt der November eigentlich nur noch dem Februar gleich, düstere Monate, in denen das Gefühl entstehen kann, dass es kein Licht und keine Wärme in der Welt mehr gibt.
Tage wie dieser können natürlich mal passieren, dürfen aber einfach nicht zur Gewohnheit werden. Es muss einen Weg aus der Antriebslosigkeit und dem Winterblues heraus geben, auch wenn der Kopf sich trüb und schwach anfühlt und kaum eine Möglichkeit sieht. Vielleicht wäre der erste Schritt schon den inzwischen angestammten Platz auf dem Sofa zu verlassen.
Wir werden sehen, wie es weiter geht.
Gedanken, Geschichten, Texte, die meinem wirren Verstand entsprungen sind und die ich hier niederschreiben möchte. Und dabei vollkommen subjektiv, ohne roten Faden und den Anspruch auf Richtigkeit oder Sinn, dafür mit viel Gemecker und Bosheit.
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Dienstag, 8. November 2016
Mittwoch, 5. Oktober 2016
Was ich nicht gesagt habe
Ich will dich nicht wollen! Den Satz habe ich heute gehört und er passt genau. Ich will es nicht - ich tue es dennoch. Ich weiß, dass es nicht richtig ist. Ich weiß, dass es zu nichts führt, weil ich allein bin mit meinem Wollen, meinem Gefühl. Deswegen sage ich es dir auch nicht, denn ich sehe die Zeichen, den Abstand, den du einnimmst. Gerade genug, damit ich es erkenne und die Aussichtslosigkeit meiner Wünsche, Träume, Gefühle zu realisieren. Leider verschwinden sie dadurch nicht, so einfach funktioniert die Welt nicht. Voller Vernunft sollte ich es akzeptieren und endlich darüber hinweg kommen. Aber es wird nicht besser. Ich denke dennoch immer wieder an dich. Ich komme nicht darüber hinweg. Ich habe es dir nie gesagt, wahrscheinlich aus Angst davor, dass ich recht habe, dass nur ich so empfinde. Aber vielleicht könnte ich endlich weiter machen, wenn es endlich ausgesprochen wäre, wenn ich es zumindest versucht hätte - soll ich es dir sagen?
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Donnerstag, 18. August 2016
Wie macht man es richtig?
Ist es in Ordnung, wenn man sich für eine Weile von einem Menschen, den man eigentlich sehr gern hat, zurückzieht, weil man merkt, dass er einen zur Zeit mehr Kraft und Energie kostet, als es zu verkraften wäre, weil man selbst nur sehr wenig davon hat?
Oder macht man sich damit des gleichen Egoismus schuldig, den man in der betreffenden Person und ihrer Fixierung auf sich selbst sieht?
Schwierige Fragen, man kann es wohl nur falsch machen.
Oder macht man sich damit des gleichen Egoismus schuldig, den man in der betreffenden Person und ihrer Fixierung auf sich selbst sieht?
Schwierige Fragen, man kann es wohl nur falsch machen.
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Mittwoch, 27. April 2016
Lange nichts geschrieben, was?
Ich blockiere mich momentan selbst
aufgrund der Großartigkeit der Werke anderer. Ich möchte schreiben,
zeichnen, malen, erschaffen, doch ich betrachte das, was größere
Geister als ich geleistet haben, und erkenne, dass meine Arbeiten
niemals an diese Qualität heran reichen werden. Ich lese die Bücher
meisterhafter Autoren und verzweifle vor der Gewalt und Tiefe ihrer
Gedanken und Worte. Ich sehe Bilder von wahren Künstlern und schäme
mich für die billigen Kritzeleien, die ich abliefern kann. Doch ist
das der richtige Ansatz, sollte mich der Vergleich mit Anderen
entmutigen, dazu bringen, es lieber gar nicht erst zu versuchen?
Wahrscheinlich werde ich niemals etwas
von wahrer Größe und Kunstfertigkeit erschaffen, doch das ist auch
gar nicht Sinn und Zweck der Übung. Ich möchte zum Ausdruck
bringen, was mich bewegt, was ich fühle, was ich denke und nicht in
Wettbewerb mit echten Künstlern treten. Wie könnte ich dies auch
ohnehin wagen? Ich muss mir bewusst machen, dass ich mich nicht mit
ihnen messen sollte, sondern ihre Werke als Inspiration und Ansporn
nehmen, als Quell der Freude, als etwas, das mein Herz bewegt und
mich zum Nachdenken bringt. Ich darf nicht auf all die Bücher und
Bilder wie auf Konkurrenten blicken, sondern vielmehr wie auf Freunde
und Lehrer. Ich muss die Dinge nicht auf die Art anderer Menschen angehen und erledigen; ich muss vielmehr meinen eigenen Stil finden, mit dem ich mich wohl fühle.
Dann wird auch die Blockade
verschwinden und ich kann mich wieder voller Tatendrang und Fieber in
den Schaffensprozess stürzen.
Montag, 28. März 2016
Dienstag, 22. März 2016
Hass...
Ist denn der Hass
die einzige menschliche Empfindung, die uns alle vereint? Wenn man
sich momentan und auch in vergangenen Zeiten auf der Welt umschaut,
scheint er die Konstante zu sein, die uns vom Anfang bis zu unserem
bitteren Ende begleitet.
Wir hassen einander,
weil wir an unterschiedliche Dinge glauben.
Wir hassen einander,
weil wir an unterschiedlichen Orten geboren wurden.
Wir hassen einander,
weil wir uns in irgendwelchen Äußerlichkeiten unterscheiden.
Wir hassen einander,
weil wir unterschiedlich viel besitzen.
Wir hassen einander,
weil andere uns sagen, dass wir uns hassen müssen.
Wir hassen einander,
weil wir Angst voreinander haben.
Und dieser ganze
Hass wird zu einer Spirale, da wir uns gegenseitig aufschaukeln und
wir der Meinung sind, es den anderen immer wieder heimzahlen zu
müssen, wodurch wir uns nur noch mehr gegenseitig hassen.
Dies ist kein
Problem einer Gruppe von Menschen, wir sind alle Teil dieses
grässlichen Ganzen, denn auch wenn wir ihn nicht aktiv nach außen
tragen oder ihn in unserem Inneren gären lassen, stehen wir doch
nicht entschieden gegen den Hass auf und begegnen ihm stumpf und
desinteressiert, desillusioniert. Dieser Gedanke, dass wir uns in
Gruppen aufteilen oder aufteilen müssen, führt umso mehr dazu, dass
wir uns abgrenzen, separieren, hassen.
„Wir hier haben
Werte und sind gut, aber DIE...“ - „Wir hier leben nach dem
richtigen Weg, aber DIE...“
Gerne schieben wir
das Problem „den anderen“ zu, die von ihrem Hass getrieben sind,
ohne zu erkennen, dass diese anderen eigentlich auch nur ein Teil des
großen ganzen Problems der Menschheit ist, ebenso wie wir selbst.
Können wir nicht
einfach damit aufhören? Wir betrachten uns immer als so
hochentwickelt und intelligent und dennoch schaffen wir es nicht uns
von dieser primitiven Abscheulichkeit zu befreien? Wie viel mehr
könnten wir als Menschheit erreichen, wenn wir nicht dieser wilde
Mob hasserfüllter Barbaren wären, die sich um Religionen und andere
Albernheiten streiten, sondern uns darauf besinnen würden, dass wir
gemeinsam handeln müssen? Welche großartigen Taten und Chancen
haben wir durch unser beschränktes kleines Bild dieser Welt
verpasst?
Ich verzweifle an
unserer Spezies und ihrem ständig gleichen Handlungsschema. Kann es
eine Lösung dafür geben?
Montag, 7. März 2016
Was will man machen?
Emotional korrumpiert. So kann man das ganze in zwei Worten zusammenfassen. Ich habe das nicht so gewollt, habe aber offensichtlich beim Aufrechterhalten meiner Schutzschilde versagt. Was auch immer der Grund sein mag, ich muss nun mit den Konsequenzen arbeiten und zu lernen leben.
Der offensichtliche Rat, den ich anderen Menschen in dieser Situation geben würde, mit der betreffenden Person zu sprechen, scheint in diesem Fall nicht sinnvoll zu sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass positive Folgen aus der Offenlegung meiner Korrumpierung entstehen können, ist verschwindend gering; tatsächlich sehe ich eher viele Szenarien vor mir, in denen die eine oder andere Person, oder sogar mehrere, darunter leiden werden. Insofern wird es darauf hinauslaufen, dass ich die ganze Sache mit mir selbst kläre, da auch alle anderen Personen, denen ich mich anvertrauen könnte, kaum geeignet für diese spezielle Situation sein dürften. Ich bin mir der Ironie dies im Internet zu posten, wo es potentiell von allen Menschen dieses lächerlichen Planeten mit seinen lächerlichen Problemen gelesen werden könnte, durchaus bewusst; doch habe ich das Bedürfnis mich mitzuteilen, wie es eben so ist, wenn man ein Problem hat, und dieses Medium erscheint mir am geeignetsten; zumal es hier quasi noch immer so ist, dass ich dies für mich allein schreibe.
Was also tun? Letztlich wird alles so bleiben, wie es war. Ich bemühe mich vielleicht um ein wenig mehr Abstand, obwohl ich mich bei dem Gedanken schon sträube, da er mir unangenehm ist. Ich werde mich nicht aufdrängen und mich darum bemühen alles Unangemessene tief in meinem Inneren zu verbergen, von wo es hoffentlich niemals an die Oberfläche dringen wird. Von Zeit zu Zeit werde ich wohl daran verzweifeln, immer mal wieder wird es mich beschäftigen, ich werde wahrscheinlich auch noch einige Male darüber schreiben, ob nun öffentlich oder nicht. Aber es wird funktionieren und weiter gehen.
Das ist der richtige Weg. Wenn ich es mir nur oft genug sage, werde ich es auch irgendwann glauben.
Der offensichtliche Rat, den ich anderen Menschen in dieser Situation geben würde, mit der betreffenden Person zu sprechen, scheint in diesem Fall nicht sinnvoll zu sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass positive Folgen aus der Offenlegung meiner Korrumpierung entstehen können, ist verschwindend gering; tatsächlich sehe ich eher viele Szenarien vor mir, in denen die eine oder andere Person, oder sogar mehrere, darunter leiden werden. Insofern wird es darauf hinauslaufen, dass ich die ganze Sache mit mir selbst kläre, da auch alle anderen Personen, denen ich mich anvertrauen könnte, kaum geeignet für diese spezielle Situation sein dürften. Ich bin mir der Ironie dies im Internet zu posten, wo es potentiell von allen Menschen dieses lächerlichen Planeten mit seinen lächerlichen Problemen gelesen werden könnte, durchaus bewusst; doch habe ich das Bedürfnis mich mitzuteilen, wie es eben so ist, wenn man ein Problem hat, und dieses Medium erscheint mir am geeignetsten; zumal es hier quasi noch immer so ist, dass ich dies für mich allein schreibe.
Was also tun? Letztlich wird alles so bleiben, wie es war. Ich bemühe mich vielleicht um ein wenig mehr Abstand, obwohl ich mich bei dem Gedanken schon sträube, da er mir unangenehm ist. Ich werde mich nicht aufdrängen und mich darum bemühen alles Unangemessene tief in meinem Inneren zu verbergen, von wo es hoffentlich niemals an die Oberfläche dringen wird. Von Zeit zu Zeit werde ich wohl daran verzweifeln, immer mal wieder wird es mich beschäftigen, ich werde wahrscheinlich auch noch einige Male darüber schreiben, ob nun öffentlich oder nicht. Aber es wird funktionieren und weiter gehen.
Das ist der richtige Weg. Wenn ich es mir nur oft genug sage, werde ich es auch irgendwann glauben.
Sonntag, 6. März 2016
Schlafraubend
Wie unangenehm es ist, wenn etwas das Denken mehr oder minder ständig und umfassend in Beschlag nimmt, und man keine Möglichkeit hat dies heraus zu lassen, weil beispielsweise die Person, mit der man etwas derartiges besprechen würde, der Auslöser der Verwirrung ist.
Man liegt wach und grübelt, ist tagsüber abwesend und denkt nach und versucht die ganze Zeit eine Lösung oder das richtige Verhalten oder einen Ausweg zu finden, doch nichts davon offenbart sich. Es wird eigentlich nur immer schlimmer, da diese Fixierung auf das Thema immer weiter wächst.
Ist etwas mit dir? - Nein, alles ist gut, ich bin nur müde.
Und das ist im Grunde auch korrekt. Müdigkeit ist die negativste Empfindung, die gerade vorherrscht; die andere, allumfassende, ist positiv, wenn auch dadurch wohl noch viel verwirrender.
Möglich, dass es hilft einen Teil des Wirrwarrs hier niederzuschreiben. Möglich, dass es nichts ändert. Sicher, dass es zumindest als Ventil hilfreich ist um ein wenig von dem vorhandenen Druck loszuwerden.
Der unausgegorene und wahrscheinlich leichter getippte als ausgeführte Plan für die nächste Zeit ist "Abstand". Räumlich ist er zwangsweise vorhanden und wird in Kürze noch etwas größer; kommunikativ muss er konsequenter umgesetzt werden; emotional wird er dann hoffentlich folgen, auch wenn schon bei dem Gedanken daran mein Herz in Flammen zu stehen scheint. Aber geht es denn anders?
Man liegt wach und grübelt, ist tagsüber abwesend und denkt nach und versucht die ganze Zeit eine Lösung oder das richtige Verhalten oder einen Ausweg zu finden, doch nichts davon offenbart sich. Es wird eigentlich nur immer schlimmer, da diese Fixierung auf das Thema immer weiter wächst.
Ist etwas mit dir? - Nein, alles ist gut, ich bin nur müde.
Und das ist im Grunde auch korrekt. Müdigkeit ist die negativste Empfindung, die gerade vorherrscht; die andere, allumfassende, ist positiv, wenn auch dadurch wohl noch viel verwirrender.
Möglich, dass es hilft einen Teil des Wirrwarrs hier niederzuschreiben. Möglich, dass es nichts ändert. Sicher, dass es zumindest als Ventil hilfreich ist um ein wenig von dem vorhandenen Druck loszuwerden.
Der unausgegorene und wahrscheinlich leichter getippte als ausgeführte Plan für die nächste Zeit ist "Abstand". Räumlich ist er zwangsweise vorhanden und wird in Kürze noch etwas größer; kommunikativ muss er konsequenter umgesetzt werden; emotional wird er dann hoffentlich folgen, auch wenn schon bei dem Gedanken daran mein Herz in Flammen zu stehen scheint. Aber geht es denn anders?
Dienstag, 16. Februar 2016
Weil es dir nicht wirklich schlecht geht...
Ein melancholischer Tag. Warum nur? Die
Sonne scheint, endlich, nach so vielen grauen und nassen Tagen. Die
letzte Zeit war gut und abwechslungsreich. Und dennoch ist es so.
Ich fühle mich allein und unbedeutend.
Ich vermisse enge Freunde, die in der Ferne sind. Ich sehne mich nach
positiver Bestätigung. Nach Bestätigung, um die ich nicht betteln
muss; die freiwillig und selbstständig gegeben wird. Ich wünsche
mir eine Person, die mir sagt „Ich mag dich“, „Du bist wichtig
für mich“ oder „Schön, dass wir uns kennen. Schön, dass es
dich gibt“
Ich weiß, dass derartige Aussagen oft
schwer herauszubringen sind. Ich selbst bemühe mich auch immer
wieder darum. Schlimm, dass man solche Probleme damit hat den
Menschen, die einem wichtig sind, dies auch auszudrücken und es
nicht immer hinter Sarkasmus und Sticheleien zu verstecken. Ein
Monster, das nur geliebt werden will. Ist es das? Sagt es niemand,
weil es den anderen auch so schwer fällt?
Ich weiß, dass die heutige
Stimmungslage die Realität nur unzureichend wiedergibt. Ich habe
Freunde, gute Freunde, Freunde, die mich mögen, dessen ist sich mein
Verstand sehr bewusst. Die emotionale Gehirnhälfte möchte aber
gerade in Selbstmitleid versinken. Woher kommt das? Schlafmangel?
Winterüberdruss? Der bitter-süße Traum der letzten Nacht?
Der verständige Teil meiner Selbst
hofft nun, dass diese Phase möglichst zügig vorüber geht und dass
ich niemandem mit ihr zur Last fallen werde. Ich sollte mich
verstecken, bis es vorbei ist.
Donnerstag, 11. Februar 2016
Schöne Sache
Liebe ist etwas Schönes, meistens zumindest. Wenn sie erwidert wird. Wenn man sie gemeinsam fühlt und erlebt und sich an ihr erfreut. Sie ist eigentlich sehr einfach und dabei oft auch schrecklich kompliziert und verwirrend.
Warum müssen wir sie noch schwieriger machen? Wozu brauchen wir Kategorien, Schubladen und kleine Schildchen? Warum verleugnen wir sie, versuchen sie zu ignorieren oder vor ihr davon zu laufen, weil sie uns unangenehm und unpassend erscheint? Kann man sie nicht einfach akzeptieren und mit ihr leben? Oder noch besser, kann man sie nicht einfach umarmen, sich ihr hingeben, sie aus tiefster Seele genießen?
Es ist ein positives Gefühl und dennoch machen wir so oft etwas Negatives daraus; Missgunst, Neid und Eifersucht, Hass, Hochmut, sie alle können aus der Liebe erwachsen, so seltsam es auch eigentlich klingt, wenn man darüber nachdenkt.
Wir haben ein Bild im Kopf von der Liebe und wie sie zu sein hat. Warum können nicht auch andere Bilder richtig sein, auch wenn sie es vielleicht nicht für jeden sind? Wieso blicken wir auf andere herab, nur weil ihre Art Liebe zu empfinden oder zu leben nicht der unseren entspricht?
Stehen wir doch einfach zu unseren Gefühlen; besonders, wenn es sich um etwas so großartiges wie Liebe ist. Ist es nicht völlig egal, wen oder gar wie viele Menschen jemand liebt? Solange alle Beteiligten einverstanden und glücklich sind, kann es doch nur etwas Gutes sein.
Also, entspannt euch, öffnet euren Geist, liebt, steht dazu, erfreut euch daran und gönnt auch anderen ihre Freude.
Warum müssen wir sie noch schwieriger machen? Wozu brauchen wir Kategorien, Schubladen und kleine Schildchen? Warum verleugnen wir sie, versuchen sie zu ignorieren oder vor ihr davon zu laufen, weil sie uns unangenehm und unpassend erscheint? Kann man sie nicht einfach akzeptieren und mit ihr leben? Oder noch besser, kann man sie nicht einfach umarmen, sich ihr hingeben, sie aus tiefster Seele genießen?
Es ist ein positives Gefühl und dennoch machen wir so oft etwas Negatives daraus; Missgunst, Neid und Eifersucht, Hass, Hochmut, sie alle können aus der Liebe erwachsen, so seltsam es auch eigentlich klingt, wenn man darüber nachdenkt.
Wir haben ein Bild im Kopf von der Liebe und wie sie zu sein hat. Warum können nicht auch andere Bilder richtig sein, auch wenn sie es vielleicht nicht für jeden sind? Wieso blicken wir auf andere herab, nur weil ihre Art Liebe zu empfinden oder zu leben nicht der unseren entspricht?
Stehen wir doch einfach zu unseren Gefühlen; besonders, wenn es sich um etwas so großartiges wie Liebe ist. Ist es nicht völlig egal, wen oder gar wie viele Menschen jemand liebt? Solange alle Beteiligten einverstanden und glücklich sind, kann es doch nur etwas Gutes sein.
Also, entspannt euch, öffnet euren Geist, liebt, steht dazu, erfreut euch daran und gönnt auch anderen ihre Freude.
Dienstag, 29. Dezember 2015
Der Vorsatz
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es
wird wieder einmal Zeit abzurechnen, Revue passieren zu lassen und
sich selbst zu beurteilen. Aus aktuellem Anlass ist mir ein negativer
Sachverhalt des ausklingenden Jahres äußerst präsent aufgefallen:
Besonders die Freunde, die ich sehr schätze, sind weit weg oder ich
sehe sie aus anderen Gründen kaum. Aus diesem Grund und
wahrscheinlich noch anderen bin ich gerade... unzufrieden. Man
verbringt die meiste Zeit des Jahres mit der Interaktion mit
Kollegen, Bekannten, Familienmitgliedern und Freunden, für die man
kaum mehr als vielleicht flüchtige Sympathie empfindet, während man
sich nach der Gegenwart einiger weniger anderer sehnt, die zu oft
unerreichbar sind oder scheinen. Das mag wieder einmal mit dem Effekt
zu tun haben, dass man gerne das hätte, was man nicht hat oder haben
kann, dürfte aber in einigen Fällen auch einfach unglücklichen
Umständen geschuldet sein.
Räumliche Entfernung ist ein Grund.
Ein voller Terminkalender, andere Prioritäten, unbewusstes
Desinteresse der anderen Person können weitere sein. Was also tun?
Gute Vorsätze kann man schon fassen
fürs nächste Jahr. Entweder muss ich dem aktiver gegensteuern und
dafür sorgen, dass ich mehr Zeit mit den entsprechenden Menschen
verbringe - was aufgrund von Zeitmanagement auf allen Seiten schwer
machbar scheint. Oder ich muss meine Prioritäten verändern bzw. an
die dieser Menschen anpassen, also sie verringern - was aufgrund
emotionaler Bindung meinerseits schwer wird. Etwas muss ich aber tun,
diese häufige Unzufriedenheit ist unangenehm und Kommunikation über
elektronische Medien ist nur ein schwacher Ersatz für den echten
menschlichen Kontakt; inzwischen bin ich anscheinend alt genug, das
auch zu erkennen.
Nach einer mehr oder weniger
durchwachten Nacht des Nachdenkens stehen nun zumindest Tendenzen
fest. Veränderte Prioritäten sind vielleicht die vernünftige und
rationale Alternative, es ist jedoch offensichtlich, dass ich das
nicht durchhalten werde, denn es gibt schließlich Gründe, warum ich
an gewissen Menschen hänge.
Also muss die Lösung in der anderen
Richtung zu finden sein.
Ich werde mir also alle Mühe geben in
den kommenden 12 Monaten mehr Zeit mit den positiven Menschen in
meinem Leben zu verbringen. Die negativen Personen, die
Energiefresser, werde ich nach Kräften auf Abstand halten.
Vielleicht wird dieser Vorsatz Reisen zu den betreffenden Personen
beinhalten, vielleicht muss ich ihnen entgegen kommen, vielleicht
mehr einladen oder mit ihnen Veranstaltungen besuchen – die genauen
Details sind noch unklar, die Möglichkeiten zahlreich.
Ich nehme mir zudem vor am Ende des
Jahres 2016 Bilanz zu ziehen, was diesen Vorsatz betrifft; dies soll
als Ansporn, Druckmittel für mich selbst und Kontrollinstrument
dienen.
In diesem Sinne schon einen guten
Rutsch, man sieht, hört oder liest sich auf der nächsten Seite des
Kalenders.
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Dienstag, 15. Dezember 2015
Gedanken vor dem Schlafengehen
„Solange ein Mensch in unseren
Erinnerungen weiterlebt, ist er nicht wirklich tot.“
Diesen Satz hörte ich das erste Mal
mit etwa 10 Jahren und, entgegen seiner wohl tröstlichen Intention,
er entsetzte mich und nahm meinem kindlichen Ich keinesfalls wie
gewünscht die Angst vor dem Tod. Denn ich betrachtete die Sache
nüchtern: Wie lange erinnert man sich schon an einen Verstorbenen,
wer bewahrt diese Erinnerung und wann ist sie endgültig
verschwunden? Freunde, Nachkommen, Familienmitglieder mögen die
Person in diesem Zustand der gedanklichen Existenz bewahren, doch
irgendwann gehen auch sie den Weg allen Irdischen. Ich rechnete mir
aus, dass dieses Leben in der Erinnerung spätestens nach einer oder
zwei Generationen ebenso beendet sein würde wie das körperliche.
Dieser Hauch von Unsterblichkeit, den die Person, ich weiß nicht
einmal mehr, wer es war, durch diesen Satz vermitteln wollte, wurde
davon geweht durch meinen präpubertären Pragmatismus.
Damals erkannte ich, dass es nur
verschwindend wenigen Menschen möglich ist, auf diese Art
langfristiger weiter zu leben. Namen aus dem Geschichtsunterricht
geisterten mir durch den Kopf, Personen, die vor Jahrhunderten gelebt
und gestorben waren, deren Werk oder Einfluss aber bis heute
nachwirkt. Künstler, Denker, Anführer – dies waren die Menschen
der Ewigkeit für mich. Und voll Naivität und ohne einen wirklichen
Begriff von Leben und Vergehen zu haben, dachte ich in stillen
Momenten, dass auch ich auf diese Art ewig sein wollte. Dass man sich
an mich erinnern sollte, auch wenn man mich nicht gekannt hatte. Die
Vorstellung einfach vergessen zu werden, als hätte ich niemals
existiert, war mir unerträglich und sorgte für einige schlaflose
Nächte, in denen ich versuchte mir auszumalen, wie es wohl wäre,
nicht mehr zu sein.
Inzwischen bin ich erwachsen und dieser
kindliche Wunsch und Tatendrang sind erloschen gemeinsam mit der
Angst davor vergessen zu werden – meistens. Irgendwo schlummert
noch immer der Drang, die Begierde etwas Großes zu schaffen, doch
müde und abgestumpft, wie ich bin, erkenne ich, dass dies nur
verletzte Eitelkeit und Träumerei ist. Der Wille mag nach wie vor in
verstümmelter Form da sein, doch habe ich inzwischen eine
realistischere, nicht mehr kindlich verzerrte Sicht meiner
unzureichenden Fähigkeiten.
Manche erkämpfen sich eben die
Unsterblichkeit – doch die meisten von uns werden vom Lauf der Zeit
hinweg gefegt.
Donnerstag, 12. November 2015
Vom Licht abgewendet...
Die dunkle Seite zieht mich derzeit
mehr und mehr in ihren Bann. Man möge mich etwas ausholen und
erklären lassen.
In einer der verschwinden wenigen
sehenswerten Szenen der Star Wars Prequel-Trilogie erklärt
Jedi-Meister Yoda: „Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Furcht
führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.“
Nun kann man geteilter Meinung darüber sein, ob ein Zitat aus Star
Wars sich als Grundlage für die Betrachtung des Charakters eines
echten Menschen eignet, doch habe ich erkannt, dass ich derzeit auf
dem Weg von der Furcht zur Wut bin.
Menschliche Gesellschaft ist mir
unangenehm. Natürlich habe auch ich immer wieder das Bedürfnis
danach, doch gerade in größeren Mengen, unbekannten Personen
gegenüber oder in unangenehmen Situationen verspüre ich häufig
eine Beklommenheit und den Drang mich zurück zu ziehen. Dies als
Furcht zu bezeichnen wäre wohl durchaus korrekt. Ich mag es nicht
von Fremden berührt zu werden (auch nicht im Gedränge, überfüllte
Kaufhäuser und dergleichen sind mir ein Graus) oder von ihnen
angesprochen und in ein Gespräch verwickelt zu werden. Diese ganze
Sache hat sicherlich tiefe psychologische Gründe, auf die wir an
dieser Stelle einfach hinweg gehen wollen.
In der letzten Zeit jedoch vollziehe
ich mehr und mehr einen Wandel. Aus der Furcht vor der vermeintlich
bedrohlichen Situation wird Wut.
Wut auf die Personen, die mir im Weg
stehen.
Wut auf die Leute, die der Meinung sind
mich ansprechen oder anrempeln zu müssen.
Wut auf diese überfüllte Welt, in der
man keinen Stein aus dem Fenster werfen kann, ohne einen Menschen zu
treffen.
Wut auf den unerträglichen Lärm, mit
dem ich tagtäglich konfrontiert werde.
Und natürlich in einem nicht geringen
Ausmaß auch Wut auf mich selbst, der ich wütend bin und keine
Möglichkeit sehe gegen diese Probleme anzugehen.
Als nächstes dürfte dann der Hass
kommen, welcher dann wohl meinen Weg auf die dunkle Seite der Macht
abschließt. Glücklicherweise ist schwarz bereits meine bevorzugte
Kleidungsfarbe, so dass ich mir zumindest die Kosten für eine neue
Garderobe spare. Sparen ist auch bitter notwendig, denn bei dieser
meiner neuen Profession werden noch einige teure Anschaffungen
erforderlich sein. Solltet ihr also in naher Zukunft am Nachthimmel
eine seltsame, mondähnliche Kugel erblicken, sorgt euch nicht zu
sehr. Wenn mein Todesstern erst einmal fertig ist, kann ich wohl alle
meine Probleme lösen.
Dienstag, 13. Oktober 2015
Es muss weh tun
Der Mann im Radio singt "Love hurts". Das Lied ist schon alt, älter als ich. Auf eine mich selbst anekelnde Art und Weise - passt es aber. Liebe tut weh. Sie sticht, sie brennt, sie schlägt immer wieder zu.
Er singt auch " Love is just a lie", hier will ich ihm widersprechen. Sie ist wahrhaftig, echt und tief - wie sonst sollte sie uns wehtun können?
Das Lied ist schon lange verklungen und es dringt anderes, fröhlicheres Gedudel aus den Lautsprechern. Dennoch sind meine Gedanken bei der Liebe und den Schmerzen, die sie verursacht. Ich stelle fest, dass ich bereits vor diesem Jammerlied darüber nachdachte, wie ich damit umgehe, was ich tun soll.
Ich weiß keine Antworten auf die Fragen, nur dass sie fast genauso weh tun.
Er singt auch " Love is just a lie", hier will ich ihm widersprechen. Sie ist wahrhaftig, echt und tief - wie sonst sollte sie uns wehtun können?
Das Lied ist schon lange verklungen und es dringt anderes, fröhlicheres Gedudel aus den Lautsprechern. Dennoch sind meine Gedanken bei der Liebe und den Schmerzen, die sie verursacht. Ich stelle fest, dass ich bereits vor diesem Jammerlied darüber nachdachte, wie ich damit umgehe, was ich tun soll.
Ich weiß keine Antworten auf die Fragen, nur dass sie fast genauso weh tun.
Samstag, 12. September 2015
Kleine lächerlich schwere Entscheidungen
Man muss bisweilen auch zu guten Freunden "Nein" sagen. Dies ist auf jeden Fall dann notwendig, wenn das eigene Wohl bedroht ist. Natürlich ist es wichtig sich selbst zurücknehmen zu können um anderen zu helfen oder beizustehen, doch auch das muss seine Grenzen haben, will man sich nicht kaputt machen und irgendwann selbst die Person sein, die nicht mehr weiter weiß.
Dieser Gedanke ist vernünftig.
So gut wie jeder Mensch hat Verständnis dafür und teilt ihn; wenn nicht, sollte man von dem betreffenden Menschen ohnehin eher Abstand haben, da er vermutlich mehr fordert als gibt.
Nichtsdestotrotz ist die Umsetzung schwer. Es tut weh Freunden, die Bedarf an einem offenen Ohr haben, ein "Tut mir leid, ich habe momentan nicht den Kopf dafür" zu erwidern. Wahrscheinlich ist es sogar für einen selbst schmerzhafter als für den anderen.
Schmerz kann aber sehr heilsam sein, für beide Parteien. Die befreundete Person erkennt, dass sie es nicht mit einem ständig verfügbaren seelischen Mülleimer zu tun hat und man selbst lernt vielleicht seinen eigenen Wert mehr zu schätzen und die eigenen Belange nicht zu vernachlässigen.
Dennoch ist es schwer.
Dieser Gedanke ist vernünftig.
So gut wie jeder Mensch hat Verständnis dafür und teilt ihn; wenn nicht, sollte man von dem betreffenden Menschen ohnehin eher Abstand haben, da er vermutlich mehr fordert als gibt.
Nichtsdestotrotz ist die Umsetzung schwer. Es tut weh Freunden, die Bedarf an einem offenen Ohr haben, ein "Tut mir leid, ich habe momentan nicht den Kopf dafür" zu erwidern. Wahrscheinlich ist es sogar für einen selbst schmerzhafter als für den anderen.
Schmerz kann aber sehr heilsam sein, für beide Parteien. Die befreundete Person erkennt, dass sie es nicht mit einem ständig verfügbaren seelischen Mülleimer zu tun hat und man selbst lernt vielleicht seinen eigenen Wert mehr zu schätzen und die eigenen Belange nicht zu vernachlässigen.
Dennoch ist es schwer.
Donnerstag, 10. September 2015
Wandel
Veränderung ist Teil des Lebens, im Großen wie im Kleinen. Wir verändern uns jeden Tag, werden älter, machen neue Erfahrungen, gute und schlechte. Neue Möglichkeiten, Erkenntnisse und Techniken tauchen auf und beeinflussen uns. Auch wenn wir es uns manchmal vorstellen oder wünschen, unser Weg ist kein gerader, er ist von Kurven geprägt, da wir immer wieder Hindernissen ausweichen oder Gelegenheiten am Straßenrand wahrnehmen müssen. All das gehört dazu, macht uns zu dem, was wir heute sind und beeinflusst das, was wir morgen sind. Diese beiden "Ichs" sind unterschiedlich. Ob wir es nun wollen oder nicht, es wird immer wieder Veränderungen geben, die uns auch manches Mal aus unserer Wohlfühlzone reißen werden. Manchmal führen diese zu positiven, manchmal zu negativen Folgen, oft genug ist das vorher nicht absehbar.
Und wie es einem jeden von uns ergeht, so findet das auch in der gesamten Gesellschaft statt. Sie ist nicht statisch, sondern ständig im Wandel, neue Ideen und Strömungen sorgen für Veränderungen. Einflüsse von außen werden übernommen und Herausforderungen müssen bewältigt werden. Was gestern noch seltsam erschien, ist heute schon normal und morgen längst überholt. Das ist der Lauf der Dinge und so war es schon immer. Gesellschaftformen entwickeln sich, Bevölkerungsstrukturen wandeln sich, Sprache passt sich an und die Sichtweise der Menschen wechselt fast täglich.
Das gefällt uns oft nicht. Insgeheim sind wir alle etwas spießig und ängstlich und wollen eigentlich keine Änderung des Status Quo, in dem wir uns einigermaßen eingerichtet haben. Auch wenn es uns vielleicht nicht so gut geht, wie es möglich wäre, wir scheuen doch oftmals das Ungewisse des Wandels, selbst wenn er für uns positiv ausfallen könnte. So verharren wir in unseren eigenen Belangen oftmals auf einem Punkt, ängstlich bedacht nicht aus unserer kleinen Welt auszubrechen.
Wie gehen wir nun jedoch mit den größeren Umwälzungen um, vor denen wir uns nicht einfach verstecken können? Letztlich reagieren auch hier viele mit Ablehnung. Sie sehen sich durch das Unbekannte bedroht und wollen es bekämpfen. Angst geht um, die teilweise sogar in Gewalt umschlägt. Sie wollen oder können nicht wahrhaben, dass unsere gemeinsame Welt immer wieder Anpassungen von ihnen abverlangt, dass die Gegebenheiten sich immer wieder ändern werden, dass ihr privater Mikrokosmos ihnen nur die Illusion von Stillstand geben kann.
Veränderungen sind nicht pauschal gut oder schlecht. Manche entpuppen sich als blöde Ideen, manche sind ein Segen für die ganze Menschheit. Auf die eine oder andere Art wird es sie jedoch immer geben, denn immer wieder müssen wir auf veränderte Bedingungen reagieren.
Vielleicht sollten wir uns etwas weniger auf unseren eigenen beschränkten Horizont versteifen und von Zeit zu Zeit lieber versuchen die Chancen in neuen Situationen zu sehen. Und möglicherweise erkennen wir dann auch, dass nicht alle Änderungen unserer Welt den Untergang des Abendlandes bedeuten.
Und wie es einem jeden von uns ergeht, so findet das auch in der gesamten Gesellschaft statt. Sie ist nicht statisch, sondern ständig im Wandel, neue Ideen und Strömungen sorgen für Veränderungen. Einflüsse von außen werden übernommen und Herausforderungen müssen bewältigt werden. Was gestern noch seltsam erschien, ist heute schon normal und morgen längst überholt. Das ist der Lauf der Dinge und so war es schon immer. Gesellschaftformen entwickeln sich, Bevölkerungsstrukturen wandeln sich, Sprache passt sich an und die Sichtweise der Menschen wechselt fast täglich.
Das gefällt uns oft nicht. Insgeheim sind wir alle etwas spießig und ängstlich und wollen eigentlich keine Änderung des Status Quo, in dem wir uns einigermaßen eingerichtet haben. Auch wenn es uns vielleicht nicht so gut geht, wie es möglich wäre, wir scheuen doch oftmals das Ungewisse des Wandels, selbst wenn er für uns positiv ausfallen könnte. So verharren wir in unseren eigenen Belangen oftmals auf einem Punkt, ängstlich bedacht nicht aus unserer kleinen Welt auszubrechen.
Wie gehen wir nun jedoch mit den größeren Umwälzungen um, vor denen wir uns nicht einfach verstecken können? Letztlich reagieren auch hier viele mit Ablehnung. Sie sehen sich durch das Unbekannte bedroht und wollen es bekämpfen. Angst geht um, die teilweise sogar in Gewalt umschlägt. Sie wollen oder können nicht wahrhaben, dass unsere gemeinsame Welt immer wieder Anpassungen von ihnen abverlangt, dass die Gegebenheiten sich immer wieder ändern werden, dass ihr privater Mikrokosmos ihnen nur die Illusion von Stillstand geben kann.
Veränderungen sind nicht pauschal gut oder schlecht. Manche entpuppen sich als blöde Ideen, manche sind ein Segen für die ganze Menschheit. Auf die eine oder andere Art wird es sie jedoch immer geben, denn immer wieder müssen wir auf veränderte Bedingungen reagieren.
Vielleicht sollten wir uns etwas weniger auf unseren eigenen beschränkten Horizont versteifen und von Zeit zu Zeit lieber versuchen die Chancen in neuen Situationen zu sehen. Und möglicherweise erkennen wir dann auch, dass nicht alle Änderungen unserer Welt den Untergang des Abendlandes bedeuten.
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Sonntag, 6. September 2015
Zu wenig Inspiration
Ich sitze hier und starre seit Minuten auf das weiße, unbenutzte Dokument, in das ich einen Text eintippen will. Wie das eben so ist, will sich keine vernünftige Inspiration einstellen und der Kopf mag sich nicht so recht auf diese ihm gestellte Aufgabe konzentrieren. Alles scheint gerade wichtiger zu sein und zu Abschweifungen einzuladen. Ich habe bereits dreimal den Inhalt des Kühlschranks kontrolliert, mehrmals nachdenklich aus dem Fenster geschaut um über mögliche Balkoneinrichtungen nachzudenken und wie oft ich mein Emailprogramm geöffnet habe in der Hoffnung eine neue Nachricht könnte mich ablenken, habe ich nicht gezählt.
Ein Nachbar hört bei geöffnetem Fenster Musik. Also musste ich aufstehen und ebenfalls aus dem Fenster lauschen um das Lied zu erkennen. Das war gerade von äußerster Wichtigkeit. Leider konnte ich den Titel nicht identifizieren, habe aber festgestellt, dass die unansehnlichen Sperrmüllberge im Hof anscheinend verschwunden sind. Was fange ich nur mit dieser überraschenden Information an?
Oh, mein Handy vibriert. Jemand wünscht meine Aufmerksamkeit. Ich KANN also leider gar keinen tiefsinnigen Text verfassen, da ich gerade sehr beschäftigt mit sozialen Verpflichtungen bin!
Wenn man diesen Beitrag nun als etwas billigen Versuch sehen mag, sich zumindest grob an (hauptsächlich mir selbst) gegebene Versprechen zu halten, liegt man möglicherweise gar nicht so falsch.
Ein Nachbar hört bei geöffnetem Fenster Musik. Also musste ich aufstehen und ebenfalls aus dem Fenster lauschen um das Lied zu erkennen. Das war gerade von äußerster Wichtigkeit. Leider konnte ich den Titel nicht identifizieren, habe aber festgestellt, dass die unansehnlichen Sperrmüllberge im Hof anscheinend verschwunden sind. Was fange ich nur mit dieser überraschenden Information an?
Oh, mein Handy vibriert. Jemand wünscht meine Aufmerksamkeit. Ich KANN also leider gar keinen tiefsinnigen Text verfassen, da ich gerade sehr beschäftigt mit sozialen Verpflichtungen bin!
Wenn man diesen Beitrag nun als etwas billigen Versuch sehen mag, sich zumindest grob an (hauptsächlich mir selbst) gegebene Versprechen zu halten, liegt man möglicherweise gar nicht so falsch.
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Freitag, 21. August 2015
Nach dem Aufwachen
Sie hat mir gesagt, dass sie meine Gefühle erwidert. Welch eine Erleichterung.
Natürlich habe ich das nur geträumt... aber man muss sich auch über Kleinigkeiten freuen können!
Natürlich habe ich das nur geträumt... aber man muss sich auch über Kleinigkeiten freuen können!
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Sonntag, 16. August 2015
Sonntagvormittag
Ich genieße gerade den Sonntagmorgen und seine Ruhe. Ich bin seit drei Stunden wach und freue mich darüber, dass ich der einzige im Haushalt bin, der sich aus dem Bett bequemt hat. Niemand der plappert; kein Fernseher, der Lärm verbreitet; kein Besuch, der Unfug redet oder anderweitig laut ist - ich merke momentan, wie sehr ich so eine Ruhephase vermisst habe. Leider ist es mit ihr auch schon wieder vorbei.
Man muss sich auch an kleinen Dingen erfreuen können und man muss Lektionen daraus ziehen. Meine Lektion ist in diesem Fall, dass ich mich in der nahen Zukunft wieder mehr um Qualitätszeit allein bemühen muss um meine Energiereserven aufzufüllen.
Man muss sich auch an kleinen Dingen erfreuen können und man muss Lektionen daraus ziehen. Meine Lektion ist in diesem Fall, dass ich mich in der nahen Zukunft wieder mehr um Qualitätszeit allein bemühen muss um meine Energiereserven aufzufüllen.
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Montag, 10. August 2015
Nenn es beim Namen!
Kürzlich machte man mich darauf aufmerksam, dass es sich bei dem hier und hier beschriebenen Problem doch "wohl um eine Art von Liebe" handle. Nun ja... natürlich ist das so.
Es ist keine Verliebtheit, es ist nicht der Wunsch nach "mehr", einer Beziehung oder sexuellen Körperlichkeiten, doch in der Tat liebe ich die beschriebene Person.
Kaum jemand sonst steht mir so nahe und hat mein so tiefes Vertrauen.
Fast niemand kennt mich so nahe und persönlich und auch so schwach.
Ihre Anwesenheit wird mir nie zuviel, wie es bei (fast) jedem anderen Menschen früher oder später der Fall ist.
Ich denke oft an sie, freue mich über jede Minute mit ihr, vermisse sie, wenn sie weg ist.
Ich bin schrecklich genervt von einigen ihrer Eigenheiten, ich halte manche ihrer Ansichten für absurd und sehe ihr Verhalten bisweilen einfach nur als skurril an - was würde mir doch fehlen ohne diese Reibungspunkte?
Ab und zu spüre ich sogar den widerlichen Stachel der Eifersucht, auch wenn ich diesen meist schnell wieder ziehen kann.
Was kann es also anderes sein als Liebe? Und was kann nun dann das Problem sein?
Eigentlich nur die Unsicherheit und Angst vor der Antwort auf die Frage, ob es der betreffenden Person ähnlich geht...
Es ist keine Verliebtheit, es ist nicht der Wunsch nach "mehr", einer Beziehung oder sexuellen Körperlichkeiten, doch in der Tat liebe ich die beschriebene Person.
Kaum jemand sonst steht mir so nahe und hat mein so tiefes Vertrauen.
Fast niemand kennt mich so nahe und persönlich und auch so schwach.
Ihre Anwesenheit wird mir nie zuviel, wie es bei (fast) jedem anderen Menschen früher oder später der Fall ist.
Ich denke oft an sie, freue mich über jede Minute mit ihr, vermisse sie, wenn sie weg ist.
Ich bin schrecklich genervt von einigen ihrer Eigenheiten, ich halte manche ihrer Ansichten für absurd und sehe ihr Verhalten bisweilen einfach nur als skurril an - was würde mir doch fehlen ohne diese Reibungspunkte?
Ab und zu spüre ich sogar den widerlichen Stachel der Eifersucht, auch wenn ich diesen meist schnell wieder ziehen kann.
Was kann es also anderes sein als Liebe? Und was kann nun dann das Problem sein?
Eigentlich nur die Unsicherheit und Angst vor der Antwort auf die Frage, ob es der betreffenden Person ähnlich geht...
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