Wozu macht man eigentlich Pläne, wenn die Zeit, die man dafür verwendet, sich letztlich als verschwendet erweist, weil sie an der Unzuverlässigkeit und Wankelmütigkeit der Menschen scheitern? Es wird auch noch Verständnis dafür erwartet, wenn abgesprochene Verabredungen aufgrund von kleinlichen Befindlichkeiten abgesagt werden - ein Verständnis, auf das man im umgekehrten Falle kaum zu hoffen wagen dürfte. In dem Moment der Absage war diese nicht einmal schlimm, der Ärger, die Wut, der Zorn kommen jetzt nach und nach auf. Kann man nicht erwarten, dass sich alle Beteiligten vorher überlegen, ob sie an etwas teilnehmen wollen oder nicht? Ist ein wenig Planungssicherheit zu viel verlangt, wenn sonst schon wenig Feedback zurück kommt? Sind klare Aussagen so schwer zu tätigen, dass man sie mühsam erbetteln muss?
Der Ärger, er bleibt wohl noch eine Weile. Doch er macht jetzt schon langsam dem Trotz Platz. Wozu soll man selbst sich anstrengen, wenn andere Menschen das auch nicht tun? Warum soll man auf deren Wünsche und Gefühle Rücksicht nehmen, wenn die eigenen offensichtlich nicht wichtig sind? Wozu noch Mühe geben?
Leider wird der Trotz auch nicht lange anhalten und es folgt wohl bald schwächlich seufzend - die Resignation.
Gedanken, Geschichten, Texte, die meinem wirren Verstand entsprungen sind und die ich hier niederschreiben möchte. Und dabei vollkommen subjektiv, ohne roten Faden und den Anspruch auf Richtigkeit oder Sinn, dafür mit viel Gemecker und Bosheit.
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Mittwoch, 7. Dezember 2016
Dienstag, 8. November 2016
Ein Abend im Herbst
Man sitzt so an einem kalten, nassen Novembernachmittag auf der Couch unter der Decke und versucht sich ein wenig zu entspannen - und plötzlich ist es dunkel und der Tag ist vergangen und irgendwie hat man fast gar nichts geschafft. In seiner Nutzlosigkeit, Tristesse und Trübsinnigkeit kommt der November eigentlich nur noch dem Februar gleich, düstere Monate, in denen das Gefühl entstehen kann, dass es kein Licht und keine Wärme in der Welt mehr gibt.
Tage wie dieser können natürlich mal passieren, dürfen aber einfach nicht zur Gewohnheit werden. Es muss einen Weg aus der Antriebslosigkeit und dem Winterblues heraus geben, auch wenn der Kopf sich trüb und schwach anfühlt und kaum eine Möglichkeit sieht. Vielleicht wäre der erste Schritt schon den inzwischen angestammten Platz auf dem Sofa zu verlassen.
Wir werden sehen, wie es weiter geht.
Tage wie dieser können natürlich mal passieren, dürfen aber einfach nicht zur Gewohnheit werden. Es muss einen Weg aus der Antriebslosigkeit und dem Winterblues heraus geben, auch wenn der Kopf sich trüb und schwach anfühlt und kaum eine Möglichkeit sieht. Vielleicht wäre der erste Schritt schon den inzwischen angestammten Platz auf dem Sofa zu verlassen.
Wir werden sehen, wie es weiter geht.
Sonntag, 28. August 2016
Fluchtgedanken
Ich habe in diesem Moment das dringende Bedürfnis wegzulaufen. Die welt bemüht sich wieder einmal mir das Gefühl zu geben, sie habe nur allerlei Pflichttermine und -veranstaltungen für mich parat, die ich kaum guten Gewissens absagen oder verlegen kann. So wird dann der kurze Zeitraum von einigen Tagen, den ich gerne für meine eigene Zerstreuung und Erbauung genutzt hätte, immer weiter zugepflastert mit den Wünschen anderer. Und wieder einmal liegt es an mir "Nein" zu sagen und wieder einmal fällt mir das so schwer - so entsteht dann der Wunsch nach Flucht in mir, alle eigenen und fremden Verantwortlichkeiten hinter mir lassen und einfach das Glück an einem anderen Ort suchen und sei es nur für ein paar Tage.
Sonntag, 14. August 2016
Ohne Smartphone hast du kein Smartphone
Hallo Welt, da bin ich mal wieder.
Ich könnte nun behaupten, dass ich Sehnsucht nach diesem Blog verspürt hätte und es mich drängen würde mich den Weiten des Internets einmal mehr zu offenbaren - in Wirklichkeit ist mein Smartphone defekt und ich stelle nur fest, dass man offensichtlich sehr von diesem albernen kleinen Ding abhängig ist, selbst in Fragen von Zerstreuung und Freizeit.
Immer wieder erwische ich mich bei einem Griff nach meinem Telefon, auch wenn ich doch genau weiß, dass es nicht dort liegt, wo ich es unbewusst erahne. Ich möchte mit Leuten kommunizieren und bin genervt, dass ich dazu nicht einfach eine App nutzen kann. Selbst die Uhrzeit kann mir nicht mehr ohne weiteres überall und ständig angezeigt werden; eine Armbanduhr besitze ich schon lange nicht mehr.
Es bleibt nur noch hibbelig und leicht genervt abzuwarten, bis ein neues Mobiltelefon den Platz des alten, verschiedenen einnehmen wird. Ich zähle bereits die Stunden.
Ich könnte nun behaupten, dass ich Sehnsucht nach diesem Blog verspürt hätte und es mich drängen würde mich den Weiten des Internets einmal mehr zu offenbaren - in Wirklichkeit ist mein Smartphone defekt und ich stelle nur fest, dass man offensichtlich sehr von diesem albernen kleinen Ding abhängig ist, selbst in Fragen von Zerstreuung und Freizeit.
Immer wieder erwische ich mich bei einem Griff nach meinem Telefon, auch wenn ich doch genau weiß, dass es nicht dort liegt, wo ich es unbewusst erahne. Ich möchte mit Leuten kommunizieren und bin genervt, dass ich dazu nicht einfach eine App nutzen kann. Selbst die Uhrzeit kann mir nicht mehr ohne weiteres überall und ständig angezeigt werden; eine Armbanduhr besitze ich schon lange nicht mehr.
Es bleibt nur noch hibbelig und leicht genervt abzuwarten, bis ein neues Mobiltelefon den Platz des alten, verschiedenen einnehmen wird. Ich zähle bereits die Stunden.
Donnerstag, 30. Juni 2016
Kill it with fire!!
Menschen, die Wortwendungen absichtlich falsch sagen, wie zum Beispiel "Schanke dön", "Schitte Bön", "Herzlichen Glühstrumpf" oder auch "Stück mal ein Rück", weil sie es für lustig halten oder noch schlimmer mal gehalten haben und diesen Witz inzwischen so oft gemacht haben, dass er in ihren allgemeinen Sprachschatz übergegangen ist, so dass sie ganz unbewusst dummes Zeug reden...
Wer, außer mir, hat noch das Bedürfnis solche Kreaturen zu packen, zu schütteln, anzuschreien und ihnen ins Gesicht zu schlagen, bis sie aufhören die Ohren ihrer Mitmenschen mit derartigem Kauderwelsch zu foltern und beim Blut ihrer Kinder, vorhanden oder ungeboren, schwören es niemals wieder zu tun?
Wer, außer mir, hat noch das Bedürfnis solche Kreaturen zu packen, zu schütteln, anzuschreien und ihnen ins Gesicht zu schlagen, bis sie aufhören die Ohren ihrer Mitmenschen mit derartigem Kauderwelsch zu foltern und beim Blut ihrer Kinder, vorhanden oder ungeboren, schwören es niemals wieder zu tun?
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Hassenswertes
Dienstag, 22. März 2016
Hass...
Ist denn der Hass
die einzige menschliche Empfindung, die uns alle vereint? Wenn man
sich momentan und auch in vergangenen Zeiten auf der Welt umschaut,
scheint er die Konstante zu sein, die uns vom Anfang bis zu unserem
bitteren Ende begleitet.
Wir hassen einander,
weil wir an unterschiedliche Dinge glauben.
Wir hassen einander,
weil wir an unterschiedlichen Orten geboren wurden.
Wir hassen einander,
weil wir uns in irgendwelchen Äußerlichkeiten unterscheiden.
Wir hassen einander,
weil wir unterschiedlich viel besitzen.
Wir hassen einander,
weil andere uns sagen, dass wir uns hassen müssen.
Wir hassen einander,
weil wir Angst voreinander haben.
Und dieser ganze
Hass wird zu einer Spirale, da wir uns gegenseitig aufschaukeln und
wir der Meinung sind, es den anderen immer wieder heimzahlen zu
müssen, wodurch wir uns nur noch mehr gegenseitig hassen.
Dies ist kein
Problem einer Gruppe von Menschen, wir sind alle Teil dieses
grässlichen Ganzen, denn auch wenn wir ihn nicht aktiv nach außen
tragen oder ihn in unserem Inneren gären lassen, stehen wir doch
nicht entschieden gegen den Hass auf und begegnen ihm stumpf und
desinteressiert, desillusioniert. Dieser Gedanke, dass wir uns in
Gruppen aufteilen oder aufteilen müssen, führt umso mehr dazu, dass
wir uns abgrenzen, separieren, hassen.
„Wir hier haben
Werte und sind gut, aber DIE...“ - „Wir hier leben nach dem
richtigen Weg, aber DIE...“
Gerne schieben wir
das Problem „den anderen“ zu, die von ihrem Hass getrieben sind,
ohne zu erkennen, dass diese anderen eigentlich auch nur ein Teil des
großen ganzen Problems der Menschheit ist, ebenso wie wir selbst.
Können wir nicht
einfach damit aufhören? Wir betrachten uns immer als so
hochentwickelt und intelligent und dennoch schaffen wir es nicht uns
von dieser primitiven Abscheulichkeit zu befreien? Wie viel mehr
könnten wir als Menschheit erreichen, wenn wir nicht dieser wilde
Mob hasserfüllter Barbaren wären, die sich um Religionen und andere
Albernheiten streiten, sondern uns darauf besinnen würden, dass wir
gemeinsam handeln müssen? Welche großartigen Taten und Chancen
haben wir durch unser beschränktes kleines Bild dieser Welt
verpasst?
Ich verzweifle an
unserer Spezies und ihrem ständig gleichen Handlungsschema. Kann es
eine Lösung dafür geben?
Dienstag, 29. Dezember 2015
Maske in den Schrank
Weihnachten ist vorbei und es ist an
der Zeit sich von den Feiertagen zu erholen. Irgendwann drückt jede
Maske und man muss sie ablegen, besonders wenn man sie drei Tage am
Stück getragen hat. Freundlich-höflicher Gleichmut, unterdrückte
Antworten auf die üblichen kleinen Sticheleien, verschlossene Augen
und Ohren vor unterschwelligen familiären Zwistigkeiten – das
alles wird mit der Zeit anstrengend. Man versucht einen wackeligen
Frieden zu bewahren, obwohl man das Gefühl hat, dass niemand sonst
daran ehrliches Interesse hat. Man hofft auf eine ruhige Zeit, ist
dann aber gezwungen permanent Eskalationen vorzubeugen, bis die Ruhe
zu Stress verkommt. Durchgeplante Fresssucht und Verwandtenbesuche,
Lästereien über nicht Anwesende, Eifersucht zwischen
Familienmitgliedern, die befürchten zu kurz zu kommen. Nach dem
ersten Tag bereits geht man sich auf die Nerven und begibt sich
entweder in einen dämmrigen Halbschlaf um es aus zu sitzen oder
explodiert irgendwann und versucht die Fassade vorgeschobenen
Familienfriedens einzureißen. Denn vorgeschoben ist er, der Kalender
sagt, dass man in dieser Zeit des Jahres gut und freundlich
zueinander sein, Geschenke verteilen und sich lieben muss.
Also trägt man eine Maske. Lächelnd.
Nickend. Gedanken ausschaltend. Innerlich schreiend. Und man sehnt
sich nach Ruhe und Frieden, der jedoch erst nach Weihnachten, dem
Fest der Liebe und Besinnlichkeit, gewährt wird.
Dienstag, 15. Dezember 2015
Gedanken vor dem Schlafengehen
„Solange ein Mensch in unseren
Erinnerungen weiterlebt, ist er nicht wirklich tot.“
Diesen Satz hörte ich das erste Mal
mit etwa 10 Jahren und, entgegen seiner wohl tröstlichen Intention,
er entsetzte mich und nahm meinem kindlichen Ich keinesfalls wie
gewünscht die Angst vor dem Tod. Denn ich betrachtete die Sache
nüchtern: Wie lange erinnert man sich schon an einen Verstorbenen,
wer bewahrt diese Erinnerung und wann ist sie endgültig
verschwunden? Freunde, Nachkommen, Familienmitglieder mögen die
Person in diesem Zustand der gedanklichen Existenz bewahren, doch
irgendwann gehen auch sie den Weg allen Irdischen. Ich rechnete mir
aus, dass dieses Leben in der Erinnerung spätestens nach einer oder
zwei Generationen ebenso beendet sein würde wie das körperliche.
Dieser Hauch von Unsterblichkeit, den die Person, ich weiß nicht
einmal mehr, wer es war, durch diesen Satz vermitteln wollte, wurde
davon geweht durch meinen präpubertären Pragmatismus.
Damals erkannte ich, dass es nur
verschwindend wenigen Menschen möglich ist, auf diese Art
langfristiger weiter zu leben. Namen aus dem Geschichtsunterricht
geisterten mir durch den Kopf, Personen, die vor Jahrhunderten gelebt
und gestorben waren, deren Werk oder Einfluss aber bis heute
nachwirkt. Künstler, Denker, Anführer – dies waren die Menschen
der Ewigkeit für mich. Und voll Naivität und ohne einen wirklichen
Begriff von Leben und Vergehen zu haben, dachte ich in stillen
Momenten, dass auch ich auf diese Art ewig sein wollte. Dass man sich
an mich erinnern sollte, auch wenn man mich nicht gekannt hatte. Die
Vorstellung einfach vergessen zu werden, als hätte ich niemals
existiert, war mir unerträglich und sorgte für einige schlaflose
Nächte, in denen ich versuchte mir auszumalen, wie es wohl wäre,
nicht mehr zu sein.
Inzwischen bin ich erwachsen und dieser
kindliche Wunsch und Tatendrang sind erloschen gemeinsam mit der
Angst davor vergessen zu werden – meistens. Irgendwo schlummert
noch immer der Drang, die Begierde etwas Großes zu schaffen, doch
müde und abgestumpft, wie ich bin, erkenne ich, dass dies nur
verletzte Eitelkeit und Träumerei ist. Der Wille mag nach wie vor in
verstümmelter Form da sein, doch habe ich inzwischen eine
realistischere, nicht mehr kindlich verzerrte Sicht meiner
unzureichenden Fähigkeiten.
Manche erkämpfen sich eben die
Unsterblichkeit – doch die meisten von uns werden vom Lauf der Zeit
hinweg gefegt.
Donnerstag, 12. November 2015
Vom Licht abgewendet...
Die dunkle Seite zieht mich derzeit
mehr und mehr in ihren Bann. Man möge mich etwas ausholen und
erklären lassen.
In einer der verschwinden wenigen
sehenswerten Szenen der Star Wars Prequel-Trilogie erklärt
Jedi-Meister Yoda: „Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Furcht
führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.“
Nun kann man geteilter Meinung darüber sein, ob ein Zitat aus Star
Wars sich als Grundlage für die Betrachtung des Charakters eines
echten Menschen eignet, doch habe ich erkannt, dass ich derzeit auf
dem Weg von der Furcht zur Wut bin.
Menschliche Gesellschaft ist mir
unangenehm. Natürlich habe auch ich immer wieder das Bedürfnis
danach, doch gerade in größeren Mengen, unbekannten Personen
gegenüber oder in unangenehmen Situationen verspüre ich häufig
eine Beklommenheit und den Drang mich zurück zu ziehen. Dies als
Furcht zu bezeichnen wäre wohl durchaus korrekt. Ich mag es nicht
von Fremden berührt zu werden (auch nicht im Gedränge, überfüllte
Kaufhäuser und dergleichen sind mir ein Graus) oder von ihnen
angesprochen und in ein Gespräch verwickelt zu werden. Diese ganze
Sache hat sicherlich tiefe psychologische Gründe, auf die wir an
dieser Stelle einfach hinweg gehen wollen.
In der letzten Zeit jedoch vollziehe
ich mehr und mehr einen Wandel. Aus der Furcht vor der vermeintlich
bedrohlichen Situation wird Wut.
Wut auf die Personen, die mir im Weg
stehen.
Wut auf die Leute, die der Meinung sind
mich ansprechen oder anrempeln zu müssen.
Wut auf diese überfüllte Welt, in der
man keinen Stein aus dem Fenster werfen kann, ohne einen Menschen zu
treffen.
Wut auf den unerträglichen Lärm, mit
dem ich tagtäglich konfrontiert werde.
Und natürlich in einem nicht geringen
Ausmaß auch Wut auf mich selbst, der ich wütend bin und keine
Möglichkeit sehe gegen diese Probleme anzugehen.
Als nächstes dürfte dann der Hass
kommen, welcher dann wohl meinen Weg auf die dunkle Seite der Macht
abschließt. Glücklicherweise ist schwarz bereits meine bevorzugte
Kleidungsfarbe, so dass ich mir zumindest die Kosten für eine neue
Garderobe spare. Sparen ist auch bitter notwendig, denn bei dieser
meiner neuen Profession werden noch einige teure Anschaffungen
erforderlich sein. Solltet ihr also in naher Zukunft am Nachthimmel
eine seltsame, mondähnliche Kugel erblicken, sorgt euch nicht zu
sehr. Wenn mein Todesstern erst einmal fertig ist, kann ich wohl alle
meine Probleme lösen.
Donnerstag, 18. Juni 2015
Gibt es einen Sommerblues?
Ob es am Wetter liegt, wie mehrfach als
Erklärung angeboten? Hoher Luftdruck, häufige Temperaturwechsel,
Nieselregen und Wind – sie alle wurden als Auslöser für die
Symptome Kopfschmerz und Müdigkeit genannt. Möglicherweise ist da
etwas dran. Seit einigen Tagen geht es nun so und es ist zehrend.
Selbst zeitiges Zubettgehen, ausreichendes Trinken und dergleichen
ändern nichts an den unglaublichen Schwierigkeiten sich aufzuraffen,
etwas zu schaffen, gegen den Schmerz anzugehen, die Trägheit
beiseite zu schieben.
Damit einher kommen verstärkte soziale
Abneigungen. Fremde Menschen fühlen sich beim ersten Kontakt direkt
unangenehm und nervend an. Bekannte Menschen werden minutiös nach
Fehlern durchleuchtet, damit es einen Grund gibt sich auch von ihnen
fernzuhalten. Und auch vor der eigenen Person wird nicht halt
gemacht, peinliche Situationen der Vergangenheit werden im Kopf hin
und her bewegt, die Reaktionen anderer werden automatisch negativ
ausgelegt und ganz allgemein stehen schlechte Eigenschaften im
Vordergrund.
Aber ist doch auch wahr! Was soll man
denn denken von Passanten, die den ganzen Gehweg blockieren, von
Kassiererinnen, die sich auf lange Diskussionen mit ihren Kunden
einlassen, von Nachbarn, die donnernd ihre Türen ins Schloss werfen?
Man muss all diese Menschen doch hassen!
Wie soll man reagieren auf Freunde, die keine Zeit für einen haben, auf Bekannte, die unzuverlässig sind, auf Kollegen, die unablässig himmelschreienden Blödsinn von sich geben?
Wie soll man reagieren auf Freunde, die keine Zeit für einen haben, auf Bekannte, die unzuverlässig sind, auf Kollegen, die unablässig himmelschreienden Blödsinn von sich geben?
Wie bringt man das Gehirn zum
Schweigen, das all diese Dinge denkt und bemerkt, das innerlich mit
allerlei Menschen diskutiert, das sich selbst für so unglaublich
unzulänglich und fehlerbehaftet hält?
Alles in allem steht aktuell mal wieder
die Gewissheit nicht zu genügen im Mittelpunkt. Dagegen gibt es
Mittel, zweifellos, jedoch muss man sich zu all diesen Mitteln erst
einmal motivieren und sie nicht schon im Vorfeld zerdenken. Natürlich
ist es möglich, Dinge zu tun, die ablenkend oder angenehm sind –
aber womit beginnt man und was ist schon angenehm? Natürlich wäre
es richtig, die eigenen Gedanken in andere, realistischere und
weniger depressive Bahnen zu lenken – aber sie sind nun einmal sehr
widerspenstig und kehren immer wieder zurück. Natürlich würde das
Treffen von Menschen eine Wohltat sein, da es Zerstreuung und
Ablenkung verspricht – aber wer hat schon Zeit und will sie mit
einem griesgrämigen, mürrischen Typen verschwenden? Nun ja, alles
dreht sich im Kreis.
Sicherlich wird dieser Zustand auch
wieder vergehen. Er vergeht jedes Mal wieder, kehrt aber auch leider
ebenso regelmäßig zurück. Bleibt nur zu hoffen, dass der
Wetterwechsel bald kommt.
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Samstag, 29. November 2014
Terminfindungsprobleme
Warum fällt es Menschen anscheinend so
leicht mir abzusagen? Es häuft sich schon, wenn ich die letzten
Monate betrachte. Liegt es an meinem Freundeskreis, habe ich einfach
mehr Berührungspunkte mit chaotischen Leuten, bei denen man mit so
etwas einfach rechnen muss?
Vielleicht... vermutlich liegt es aber
wirklich an mir. Ich mache es meinen Freunden zu leicht mir
abzusagen. Ich reagiere immer verständnisvoll und lasse
Terminverschiebungen zu, ich kommuniziere jedes Mal, dass es kein
Problem ist, ich zeige keinen Ärger oder Frustration, auch wenn ich
es so empfinde. Dadurch entsteht natürlich bei den Menschen ein
Gefühl, dass es nicht so schlimm ist, wenn man ein vereinbartes
Treffen mit mir absagt, auch kurzfristig, oder einfach nicht
erscheint, da ich damit offensichtlich umgehen kann.
Wie kommt das nun bei mir wirklich an?
Ich fühle mich herab gesetzt. Es
erweckt den Eindruck bei mir, dass ich keine besondere Priorität für
diese Personen habe, da sie scheinbar leichtfertig mit mir und meiner
Zeit umgehen. Meine Zeit ist, wie es aussieht, nicht so wichtig und
es ist in Ordnung, wenn ich sitzen gelassen werde, da ich ja immer
Verständnis habe.
Ich fühle mich verunsichert, da ich
nicht so genau sagen kann, ob ein solcher Mensch nicht vielleicht nur
eine Ausrede verwendet hat, um dem Treffen mit mir, das er als
lästige Pflicht ansieht, zu entgehen, besonders dann, wenn kein
alternativer Termin zustande kommt.
Es ist jedes Mal schwer für mich mit
jemandem ein Treffen auszumachen. Jedes Mal ist es ein Kampf mit mir
selbst, jedes Mal bin ich nervös, da ich einem anderen Menschen
begegne und mir so vieles durch den Kopf geht, doch jedes Mal auf
Neue zwinge ich mich dazu das ganze durchzuhalten und selbst keine
Ausrede zu verwenden um der Situation auszuweichen. Dementsprechend
fühlt sich so etwas immer wieder wie ein Schlag in die Magengrube
an. Wozu der Aufwand, wozu die Nervosität, aber auch wozu die
Vorfreude, wenn ich doch eigentlich schon vorher weiß, dass es
nichts wird?
Es tut einfach weh, dieses Gefühl
nicht wichtig genug zu sein, als dass man sich darum bemüht Termine
mit mir einzuhalten.
Natürlich ist das unfair und stimmt so
nicht. Sicherlich sind die Menschen, die dies tun, ein wenig
gedankenlos oder eben zu sehr mit sich selbst beschäftigt, was ich
ihnen nicht verdenken kann. Der eigentliche Fehler liegt aber
eindeutig bei mir, da ich zu selten meinem Unmut über solche Absagen
Luft mache. Wie sollen die anderen denn wissen, dass mich etwas
verletzt, wenn ich es nicht kommuniziere? Und wie kommuniziere ich
es?
Mittwoch, 8. Oktober 2014
Das Schwarze Loch
Ein schwarzes Loch. Dieses Bild hat schon einiges für sich. Etwas Dunkles, Unergründliches, das alles in sich hineinzieht, ohne die Hoffnung, dass man sich jemals wieder daraus befreien könnte. Eine unüberwindbare Kraft, vor der auch der Stärkste nur kapitulieren kann, da jeder Kampf vergebens ist.
Das ist das vorherrschende Gefühl. Ein Sturz von einer gewissen Höhe hinab in die Dunkelheit, Gravitation, die an mir zerrt und mich zu zerreißen droht, auch wenn ich mich noch mit Händen und Zähnen am Rand des unendlichen Abgrundes festkralle. Aber die Kraft lässt nach, der Arm wird lahm, es ist soviel einfacher loszulassen und einfach nachzugeben.
Wow. Wenn ich das so lese, brauche ich wohl wirklich Hilfe. Faszinierend. Nur woher nehmen und nicht stehlen?
Gehen wir die Liste durch... das ist kein großer Akt, ist sie doch kurz genug. Und leider haben die Menschen auf der Liste aktuell genug eigene Probleme. Mancher wurde schon zu sehr von mir als Abfalleimer missbraucht, das kann ich nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren. Mancher hat lange unglaublich viel von mir eingesteckt und keine Kapazitäten mehr. Mancher steckt selbst momentan in unklaren und schweren Verhältnissen und braucht meine Kraftreste, so dass ich es umgekehrt nicht zumuten kann, dass noch meine Probleme geschultert werden.
Dazu kommt der unfaire Teil meines Kopfes. Wirklich interessiert an meinen Sorgen und Nöten ist kaum jemand. Warum auch, so spannend sind diese ja nicht. Dennoch tut es weh... wenn ich beginne etwas zu erzählen und mitten im Satz unterbrochen werde, weil irgendein anderes Thema gerade wichtiger ist... oder wenn ich beginne etwas zu erzählen und mein Gegenüber nach dem Laptop greift und sich bei Facebook einloggt... man kann hier keinen Vorwurf machen, denn, wie geschrieben, interessant ist es ja nicht, was ich da zu berichten habe, es trägt aber auch nicht gerade dazu bei, dass ich mit meinen Problemchen offener umgehe. Offenbar sind die anderen Menschen viel besser darin sich selbst zu schützen.
Eigentlich hätte die Reise in die Ferne es alles etwas erträglicher machen sollen, einmal rauskommen, etwas Abenteuerliches machen und die alltäglichen Sorgen hinter sich lassen. Stattdessen haben diese nach der Rückkehr mit nur noch mehr Kraft zugeschlagen und waren auch während des Urlaubs immer im Hintergrund präsent.
Nun ja. Bis Sonntag muss ich noch funktionieren, das wird wohl klappen. Funktionieren, durchhalten, lächeln, zuhören, hilfreich und nützlich sein. Danach möge dann der Kopf endlich platzen, damit er aufhört mit seinem Blödsinn!
Das ist das vorherrschende Gefühl. Ein Sturz von einer gewissen Höhe hinab in die Dunkelheit, Gravitation, die an mir zerrt und mich zu zerreißen droht, auch wenn ich mich noch mit Händen und Zähnen am Rand des unendlichen Abgrundes festkralle. Aber die Kraft lässt nach, der Arm wird lahm, es ist soviel einfacher loszulassen und einfach nachzugeben.
Wow. Wenn ich das so lese, brauche ich wohl wirklich Hilfe. Faszinierend. Nur woher nehmen und nicht stehlen?
Gehen wir die Liste durch... das ist kein großer Akt, ist sie doch kurz genug. Und leider haben die Menschen auf der Liste aktuell genug eigene Probleme. Mancher wurde schon zu sehr von mir als Abfalleimer missbraucht, das kann ich nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren. Mancher hat lange unglaublich viel von mir eingesteckt und keine Kapazitäten mehr. Mancher steckt selbst momentan in unklaren und schweren Verhältnissen und braucht meine Kraftreste, so dass ich es umgekehrt nicht zumuten kann, dass noch meine Probleme geschultert werden.
Dazu kommt der unfaire Teil meines Kopfes. Wirklich interessiert an meinen Sorgen und Nöten ist kaum jemand. Warum auch, so spannend sind diese ja nicht. Dennoch tut es weh... wenn ich beginne etwas zu erzählen und mitten im Satz unterbrochen werde, weil irgendein anderes Thema gerade wichtiger ist... oder wenn ich beginne etwas zu erzählen und mein Gegenüber nach dem Laptop greift und sich bei Facebook einloggt... man kann hier keinen Vorwurf machen, denn, wie geschrieben, interessant ist es ja nicht, was ich da zu berichten habe, es trägt aber auch nicht gerade dazu bei, dass ich mit meinen Problemchen offener umgehe. Offenbar sind die anderen Menschen viel besser darin sich selbst zu schützen.
Eigentlich hätte die Reise in die Ferne es alles etwas erträglicher machen sollen, einmal rauskommen, etwas Abenteuerliches machen und die alltäglichen Sorgen hinter sich lassen. Stattdessen haben diese nach der Rückkehr mit nur noch mehr Kraft zugeschlagen und waren auch während des Urlaubs immer im Hintergrund präsent.
Nun ja. Bis Sonntag muss ich noch funktionieren, das wird wohl klappen. Funktionieren, durchhalten, lächeln, zuhören, hilfreich und nützlich sein. Danach möge dann der Kopf endlich platzen, damit er aufhört mit seinem Blödsinn!
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Donnerstag, 20. März 2014
Story: Bekenntnisse eines Suizidalen
Guten Tag. Mein Name ist Jan und ich
bin, wenn Sie dies lesen, soeben von einem Hochhaus gesprungen. Ich
wurde nicht gestoßen, niemand hat mich gezwungen dies zu tun, ich
habe aus freien Stücken und im (vielleicht nicht vollen) Besitz
meiner geistigen Kräfte entschieden meinem Leben ein Ende zu machen.
Es gibt viele Worte dafür: Selbstmord, Freitod, Selbsttötung... ich
persönlich bevorzuge „Suizid“. Es wirkt gleich viel gebildeter,
wenn das Wort, das man verwendet, aus dem Latein kommt und es
verschleiert auf diese Weise auch noch wunderbar die gewalttätige
Endgültigkeit der Handlung.
Ich nehme im Sturz Fahrt auf, ich spüre
den Wind auf meiner Haut und sehe das oberste Stockwerk an mir
vorbeirauschen. Interessant, dass ich Ihnen das noch immer mitteilen
kann, was? Auch wenn der Weg nach unten der letzte Moment meines
Lebens sein mag, so zieht er sich doch hin wie Kaugummi, Sekunden
werden zu Minuten, Minuten zu Stunden und ich falle und falle. Ich
kann unten den Grund sehen, der sich nähert, die Höhe des Gebäudes
habe ich bewusst gewählt, ich wollte sicher gehen, dass nichts
falsch läuft. Kurz schießt mir der Gedanke durch den Kopf, ob ich
wohl bis unten die maximale Fallgeschwindigkeit erreichen werde.
Erinnerungen an den Physikunterricht erscheinen vor meinem geistigen
Auge, doch ich weiß nur noch, dass es mit der Masse des fallenden
Gegenstandes und der zurückgelegten Entfernung zusammenhängt.
Fallender Gegenstand. Das bin ich dann nun wohl auch. Ein
physikalisches Experiment.
Ich hatte ein wenig den Film meines
Lebens erwartet, der während des Sturzes abläuft. Ich bin nicht
sonderlich enttäuscht, dass die Vorstellung ausbleibt. Hätte ich
ein bemerkenswertes Leben voller filmwürdiger Highlights gehabt,
wäre ich wohl nicht gesprungen, eine Wiederholung meines vielfachen
Versagens ist nicht in meinem Interesse. So viele Fenster, so viele
Stockwerke, die an mir vorbei sausen. Wer mag dahinter wohl leben,
wie mag es diesen Menschen gehen? Ob einer von ihnen meinen Sturz
bemerkt? Nun regt sich doch ein schlechtes Gewissen in mir, denn mir
wird bewusst, dass jemand die Sauerei, die ich gleich da unten
anrichten werde, entdecken und jemand sie auch entfernen muss, zwei
Aufgaben, die sicherlich nicht viel Freude bereiten. Es ist ein
selbstsüchtiger Schritt, den ich da gegangen bin, doch es gibt
einige Schritte im Leben, die man nur vorwärts, aber niemals zurück
gehen kann.
Der Boden kommt nun rasant näher, ich
erkenne bereits die Pflastersteine, die gleich meinen Schädel zum
Platzen bringen werden. Zumindest hoffe ich das, es erschien mir als
die schnellste Lösung mit dem Kopf voran zu fallen, ein Aufprall und
ein möglichst unmittelbares Ende. Doch ich merke, dass der Plan wohl
nicht so ganz aufgeht, mein Körper fällt nicht etwa gerade sondern
ist ins Schlingern geraten. Ich drehe mich bei meinem Sturz und kann
nun nicht mehr sicher sagen, welcher Teil meines Körpers zuerst
aufschlagen wird. Das habe ich so nicht gewollt, doch ich gehe davon
aus, dass es egal ist, der Aufprall dürfte auf jeden Fall tödlich
enden. Auf die eine oder die andere Weise.
Der Wind zerzaust mein Haar und ich
spüre ein Frösteln, es ist kalt hier an der Luft. Aber die Kälte
wird bald vergehen. Ich denke an meine Freunde und meine Familie, für
die ich Abschiedsbriefe hinterlegt habe. Zwar war der Schritt
halbwegs spontan, doch habe ich schon lange mit dem Gedanken
gespielt, es war dann keine große Sache alles so in die Wege zu
leiten, wie ich es mir vorgestellt hatte. Wie werden sie wohl darauf
reagieren, wie wird ihr Leben weitergehen? Bei den meisten wird sich
wohl wenig ändern, ich kann mir denken, dass es sie nicht sonderlich
trifft. Einige werden wohl eher wütend sein als traurig und mich
hassen für das, was ich hier gerade tue. Und einige... ich sehe zwei
Gesichter vor mir, aufgelöst in Tränen. Für sie wird das Leben nie
mehr so sein, wie es war, ich tue ihnen sehr weh. Ich schlucke, es
ist schwer, ich habe einen Kloß im Hals.
Ich versuche diese Gedanken zu
vertreiben, doch sie haben sich festgesetzt. Kennen Sie das, wenn Sie
krampfhaft versuchen nicht an etwas bestimmtes zu denken? Ziemlich
sicher gelingt das nicht. Was mache ich hier, was fällt mir ein?
Selbstbestimmung über sein eigenes Leben und seinen eigenen Tod ist
ja schön und gut, aber ich mache hier mehr kaputt als nur meinen
Körper. Ich liebe diese Menschen und will nicht dass es ihnen
schlecht geht, ich hätte niemals springen sollen, ich... ich schlage
auf. Der Aufprall drückt mir alle Luft aus dem Körper, es tut
höllisch weh, auch wenn ich gehofft hatte, dass ich das nicht mehr
spüre. Knochen bersten, mein Blut spritzt überall hin, Organe
werden zerquetscht, die Schmerzen steigern sich ins Unermessliche.
Und dann öffne ich die Augen.
Ich sehe nach unten, trete zügig einen
Schritt von der Kante des Daches zurück. Ich zittere am ganzen
Körper, während ich tief durchatme und versuche mich zu beruhigen.
Ich weiß nicht, wie lange ich hier schon stand, wie jedes Mal habe
ich mein Zeitgefühl verloren. „Ich werde auch heute nicht
springen!“ Die Worte kommen erst sehr leise, ich muss mich
räuspern, und wiederhole sie noch einmal, lauter, klarer,
deutlicher. Während ich mich weiter vom Dach zurückziehe und mich
der Treppe nach unten nähere, kann ich wieder besser atmen, spüre
das Sonnenlicht auf der Haut und höre den Lärm der Stadt dort unter
mir. Ich nicke dem Rand zu, meiner Hassliebe, und murmele „Bis
morgen“. Vielleicht auch erst übermorgen oder nächste Woche. Wer
weiß schon, was kommen wird?
Dienstag, 4. Februar 2014
Der Moment
Kennst du den Moment des
Kontrollverlustes?
Es ist der Moment, in dem
du schreien, weinen und um dich schlagen möchtest, weil dir
sämtliche Zügel entglitten sind.
Kennst du den Moment der
Kapitulation?
Es ist der Moment, in dem
du keine Kraft mehr hast, nicht mehr kämpfen kannst und willst und
nur noch aufgeben willst.
Kennst du den Moment, in
dem du dir nur noch das Ende wünschst?
Es ist der Moment, in dem
du das Unaussprechliche tun würdest, in dem du diesen Augenblick zu
deinem letzten zu machen bereit bist, nur um endlich Frieden zu
empfinden.
Du wirst es niemals tun,
dein Verstand schützt dich davor...
… und doch will dieser
Wunschgedanke nicht vergehen.
Du kennst die Techniken,
die Gegenmaßnahmen, die dich aus der Dunkelheit ziehen sollen...
… und doch funktionieren
sie anscheinend in diesem Moment nicht.
Du bist dir im Klaren
darüber, dass du jemandem zum Reden brauchst, dass dies vernünftig
wäre...
… und doch schämst du
dich deiner Gedanken, deiner Stimmung zu sehr.
Du weißt, dass dieser
Moment vergänglich ist, dass er bald vorbei sein wird, denn du
hattest ihn schon häufiger...
… und doch fühlt es
sich an, als zöge er sich bis in die Unendlichkeit.
Kennst du diesen Moment?
- Ja, ich kenne ihn. -
Samstag, 25. Januar 2014
Geläster
Menschen haben die, oftmals
unangenehme, Angewohnheit über ihre Artgenossen zu reden, zu lästern
und auch gerne mal in Abwesenheit der jeweiligen Person kein gutes
Haar an derselben zu lassen. Das muss man nicht mögen, viel dagegen
unternehmen kann man aber wohl auch nicht, das ganze scheint ganz
normal und natürlich zu sein, wenn es auch bei einigen ein deutlich
ausgeprägteres Verhalten ist, als bei anderen.
Nun kann es dem Betroffenen eigentlich
vollkommen egal sein, wenn Personen, die ohnehin nicht oder nicht
mehr Teil des eigenen Lebens sind, hinter dem Rücken seltsame
Geschichten und Bösartigkeiten erzählen, zeigt so etwas doch
eigentlich eher die Unzulänglichkeiten dessen, der diese Art von
Lästereien betreibt. Ganz rational betrachtet kann man ja davon
ausgehen, dass die Folgen für einen selbst eher überschaubar sind.
Freunde, die einem nahestehen, werden
solchem Gerede ohnehin wenig Beachtung schenken.
Menschen, die das ganze hinterfragen,
werden in der Lage sein sich auch die andere Seite anzuhören und
werden den Betroffenen dann um eine Stellungnahme bitten, bei der man
die Sache klarstellen kann.
Um all jene, die aufgrund von Geläster
sich wortlos aus dem Kontaktkreis verabschieden, weil sie dieses
stumpf akzeptieren, ist es eigentlich nicht schade.
Und doch...
Und doch ist es unangenehm zu hören,
dass Menschen aus der Vergangenheit die ziemlich bösartigen
Ansichten ihrer eigenen kleinen Welt über einen selbst verbreiten.
Es gibt mehrere Gründe, aus denen dies unangenehm sein kann,
angefangen bei der Tatsache, dass man es unangenehm findet, es
unangenehm zu finden, obwohl man ja eigentlich aus den genannten
rationalen Gedanken mit entspanntem Desinteresse reagieren sollte.
Dazu kommt eine vielleicht unbewusste Angst, dass nahestehende
Menschen eben doch die auf diese Art verbreitete Propaganda glauben
könnten und dass man sie verlieren könnte. Harmoniebedürfnis,
Zorn auf die Lästerer ohne Möglichkeit dem Abhilfe zu schaffen,
gekränkter Stolz, Gerechtigkeitsempfinden und auch die enttäuschte
Hoffnung gewisse Dinge endlich hinter sich gelassen zu haben... all
das kommt wohl noch dazu und sorgt dann für schlaflose Nächte und
zielloses Grübeln über die Welt und den eigenen Platz darin.
Letztlich bleibt aber nur, wie so oft,
ein überlegter und logischer Umgang mit der Situation. Höflich,
ruhig und gefasst reagieren, denn, wie geschrieben, es ist nun einmal
vollkommen normal, dass Menschen lästern. Und wenn man es nicht
übertreibt, kann es sogar Spaß machen.
Sonntag, 8. Dezember 2013
Wahnsinn des Alltags: Der Weihnachtsmarkt
Es hat durchaus seine Vorteile in der
Innenstadt zu wohnen. Einkaufsmöglichkeiten und
Unterhaltungseinrichtungen sind fußläufig erreichbar, die Anbindung
mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist relativ gut und, da der
Heimatort doch im Verhältnis nicht sonderlich groß ist, das
Verkehrsaufkommen auf den Straßen hält sich in Grenzen. Doch hat
alles Gute, Praktische in dieser Welt auch immer seine
Schattenseiten. Eine dieser Schattenseiten offenbart sich einmal
jährlich, wenn die Tage kürzer werden und die längste Nacht näher
rückt. Sie nennt sich: Weihnachtsmarkt.
Die mittelgroße Stadt rühmt sich
ihrer umso größeren Tradition der vorweihnachtlichen Fress-,
Plunder- und Saufbuden, die sich mittlerweile auf so gut wie jeder
freien Fläche der Innenstadt finden. Ergänzt werden diese
sicherlich sehr festlichen Angebote durch Karussells, ein Riesenrad
und Straßenmusikanten, die sich von der vorbei drängenden
Menschenmasse ein wenig Kleingeld erhoffen, während sie mehr
schlecht als recht in der Kälte stehend Weihnachtslieder frei
interpretieren. Natürlich wittern auch die Einzelhändler und
Gastronomen der Innenstadt das Geschäft und geben sich alle Mühe
einen möglichst großen Anteil der besinnlich drängelnden Leute für
ihre Angebote zu begeistern. So bietet sich dann dem Eingeborenen
bereits an Werktagen, wenn das Personenaufkommen nicht so enorm ist,
ein wahrer Spießrutenlauf um sein meist klar definiertes Ziel zu
erreichen, wenn er sich aus dem Haus wagt. Verengte Wege durch die
bereits Wochen vor Eröffnung aufgestellten Holzbuden, Slalom-Kurse
um die weiter ins Sichtfeld verlegten Auslagen der Geschäfte und die
vergebene Mühe nicht ständig in Körperkontakt mit völlig Fremden
zu geraten, die immer wieder abrupt stehen bleiben, sich quer zur
Gangrichtung bewegen und ganz allgemein schrecklich verwirrt
scheinen, kennzeichnen den eigentlich harmlosen Gang um noch schnell
ein Pfund Zucker aus dem Supermarkt zu holen.
Doch der wahre Schrecken wartet am
Wochenende.
Kann man in der Woche in den meisten
Fällen als Ortskundiger noch die schlimmsten Engpässe und
Ansammlungen von Menschengezücht umgehen und vermeiden, wird dies
zwischen Freitagnachmittag und Sonntagabend fast unmöglich. Selbst
in kleinen, abgelegenen Straßen, die weit von den bunten und so
abwechslungsreichen Angeboten des Weihnachtsmarktes entfernt liegen,
tummeln sich kleine oder größere Gruppen von Personen, sei es, weil
sie sich verirrt haben oder sei es, weil sie der Meinung sind, dass
sie hier die Stimmung besser erleben können. So stellt sich dann dem
unschuldigen Spaziergänger, der eigentlich nur etwas frische Luft
atmen (was auch schwierig ist, sie scheint in einem Umkreis von
hunderten Metern von Bratenfettdünsten und Zuckerhauch erfüllt zu
sein) und sich durch etwas Ruhe entspannen wollte, eine ganze Horde
entgegen, durch Glühwein alkoholisierte ältere Menschen, quengelnde
Kinder, vom Weg abgekommene Touristen, die eine möglichst genau
Wegbeschreibung zu der aktuell am weitesten entfernten
Sehenswürdigkeit erfragen, Einheimische, die niemals auch nur einen
Fuß in diese Straßen gesetzt haben außerhalb des Adventes und noch
viele andere angenehme Zeitgenossen mehr. Wenn dann noch Personen in
Löwen-, Waschbären- und Kuhkostümen des Weges kommen, ist der
Punkt erreicht, an dem nur noch die Flucht in die eigenen vier Wände
bleibt, aus denen man all diese seltsamen Kreaturen aussperren kann.
Sicherlich sind solche Ärgernisse
absehbar, wenn man sich für eine Wohnung in der Innenstadt
entscheidet. Es ertragen und den Jahreswechsel erwarten bleiben die
beiden Instrumente, die einem nur bleiben. Und offenbar gibt es auch
immer noch die Möglichkeit sich einigermaßen ungestört draußen zu
bewegen: Der Spaziergang zwischen 1 und 3 Uhr in der Nacht auf den
Sonntag war sehr entspannend.
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Sonntag, 16. Juni 2013
Hoffnungsvolle Tage
Ich hatte auf einen erfreulichen und angenehmen Tag gehofft.
Aber, wie uns die höchst bösartige, fantastische Welt eines bekannten Tabletop-
und Rollenspieles lehrt, „Hoffnung ist der erste Schritt auf der Straße zur
Enttäuschung“. Wie ist es dazu gekommen, dass meine Laune von leicht euphorisch
und positiv auf wütend und frustriert umschwenken konnte? Wäre die arme, alte
Frau, deren Koffer ich heute Morgen hilfsbereit am Bahnhof die Treppe herunter getragen
habe, am Abend auf der Rückfahrt wieder erschienen, der Sinn hätte mir eher
danach gestanden, ihr Gepäck auf die Schienen zu werfen. Ihr Wunsch nach einem
schönen Sonntag hat sich jedenfalls nicht erfüllt. Doch meistens hilft es ja,
die Gedanken einmal nieder zu schreiben und zu ordnen, somit sollen zunächst
einmal jene Dinge, die für den Stimmungswechsel gesorgt haben, notiert werden:
1. Die Laune meiner Begleitung. Sicherlich ist es sehr unfair von mir, bin ich doch normalerweise der mürrische und schlecht gelaunte, der ertragen und aufgeheitert werden muss, doch macht es diese Tatsache nicht unbedingt einfacher. Schlechte Stimmung ist ansteckend und kann einen Menschen schon runter ziehen, auch wenn man sich ausnahmsweise Mühe gibt, die Dinge positiv zu sehen. So wurde es dann auch immer anstrengender optimistisch an die Ereignisse heran zu gehen, bis dann irgendwann der „normale“, grummelnde Zustand erreicht war und sich wieder fest setzte.
2. Der realistische Blick auf die Veranstaltung im Allgemeinen und das Projekt im Speziellen. Alle guten Hoffnungen nützen nichts, wenn sie sich nicht erfüllen. Letztlich kann man nur sagen, dass es schlecht organisiert war, dass der Begriff „repräsentativ“ ungenügend umgesetzt wurde und dass das Verhalten vieler Teilnehmer unterirdisch war. Wie üblich wurden die großen Reden im Vorfeld durch die Taten ad absurdum geführt, stattdessen hat sich die Masse keine oder kaum Mühe gegeben und nur auf freien Eintritt spekuliert.
3. Das mangelhafte eigene Zeitmanagement. Mehr Zeit verbringen mit speziellen Menschen, das war eigentlich ein Teil der persönlichen Tagesplanung. Es kam nicht dazu, weil man sich an verschiedenen Orten der Veranstaltung aufhielt, weil ich damit beschäftigt war, den jämmerlichen Aufbau und die Ausstattung vor den Elementen zu schützen und mich zu langweilen, weil ich offensichtlich unnötigerweise eine gewisse Verantwortung für die Sache verspürte, die mich davon abhielt zu tun, wonach mir der Sinn stand. So blieb es dann bei einem „Hallo“ und einem „Auf Wiedersehen“.
Letztlich sind dies, wenn man das Ganze auf den Kern
herunter bricht, die Gründe für die Missstimmung. Und letztlich sind sie, bis
auf den ersten, der seinen Ursprung zu einem großen Teil auch im zweiten hatte,
genau so eingetreten, wie es zu befürchten war. Im Grunde kann man sagen, dass die
eigenen Erwartungen zu hoch gesetzt waren und dass zu viel Einsatz für eine von
vorn herein verlorene Sache gezeigt wurde. Da diese Ereignisse nun der
Vergangenheit angehören, hilft es auch wenig, sich weiter darüber zu ärgern,
jedoch kann man vielleicht daraus etwas lernen, sind doch eigentlich alle diese
Ursachen meine eigene Schuld, da ich mich von ihnen in meiner Stimmung
beeinflussen ließ.
Welche Lehren ziehe ich nun also? Ich ordne sie den jeweiligen
Problematiken zu.
1. Die Erfahrung, wie es sich auf der anderen Seite anfühlt, ist erhellend. Ich werde mich bemühen in Zukunft in meinen eigenen schlechten Stimmungen weniger abfärbend zu sein, als ich es in der Vergangenheit war. Das ist eine schwer umzusetzende Lektion, denn gerade in solchen Situationen ist es nicht leicht, sich so weit zu kontrollieren.
2. Die Frage, die ich mir stellen muss, nachdem so langsam etwas Ruhe in meinem Kopf einkehrt: „Was habe ich denn erwartet?“ Letztlich war das Ergebnis, sicher nicht in allen Details, aber im Großen und Ganzen, genau so, wie es ein nüchtern denkender Geist vor der Veranstaltung vorhersehen konnte. Die Erwartungen zurückschrauben, Dinge, die wichtig sind, entweder auf die eigene Agenda schreiben oder sich möglichst ganz raus ziehen, die persönlichen Pläne im Zweifelsfall höher priorisieren, als die von anderen und die Veranstaltung nach der diesjährigen Bilanz im nächsten Jahr anders angehen… all das sind Lektionen, die aus dem Desaster gezogen werden können. Das ist es, was als Konsequenz aus dem realistischen Blick gezogen wird.
3. Auch hier bleibt die Frage nach den eigenen Erwartungen, denn im Grunde genommen war es auf dieser Veranstaltung in all den Jahren kaum anders. Vermutlich besteht der Frustfaktor hier auch einfach darin, dass nun insgesamt die letzten drei Treffen nach einem ähnlichen, kurzen und oberflächlichen Muster abliefen, was jedes Mal den Umständen geschuldet war. Man kann versuchen gegen zu steuern um die eigene Unzufriedenheit zu senken. Eine Abhilfe wäre es mehr reale Zeit miteinander zu verbringen, was bei den aktuellen Terminkalendern zwar schwer umsetzbar sein mag, aber dennoch in Angriff genommen werden muss. Tu es oder tu es nicht… und so weiter.
Alle diese Konklusionen aus dem Erlebten sind sicher nicht einfach um zu setzen, doch ist der erste Schritt, die Erkenntnis, wie es besser gehen kann, immerhin schon getan. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Immerhin ist es tatsächlich so, das Niederschreiben dieser Dinge und Gedanken hat für Ruhe und etwas mehr Ordnung in meinem Kopf gesorgt. Das ist doch schon etwas.
Mittwoch, 8. Mai 2013
Hamstergedanken
Achtung: Der folgende Text ist aus einer Frustsituation heraus entstanden und sollte auch als eben das betrachtet werden: als Frustabbau!
Ein Hamster ist ein ziemlich unsoziales Wesen. Er verträgt
sich nicht mit seinen Artgenossen und vertreibt sie, sobald er ihrer gewahr
wird, mit allen Mitteln aus seinem Revier. Nur zur Paarung tolerieren sich
diese Einzelgänger kurzzeitig, nachdem der Akt jedoch vollzogen ist, gehen alle
Beteiligten wieder ihrer Wege. Im Grunde genommen beschränkt sich ihr soziales
Leben auf Vögeln und das Meiden des Kontaktes zu anderen Hamstern. Ich glaube,
wir können viel von Hamstern lernen.
Nach eigener Erfahrung funktioniert es anscheinend nicht,
wenn man Menschen zu nahe an sich heran lässt. Das ist eine Lektion, die so
langsam eigentlich verinnerlicht sein sollte, was das Gehirn aber nicht davon
abhält es immer wieder zu versuchen. Letztlich wird Vertrauen wohl immer zur
Selbstverständlichkeit und wird dann als solche benutzt. Sicherlich helfe ich
gerne meinen Freunden und tue etwas für sie, wenn dies benötigt wird. Jedoch
wird es an dem Punkt zu viel, an dem ich das Gefühl habe, dass ein „Wie geht’s?“
eigentlich nur gefragt wird um die Gegenfrage gestellt zu bekommen und mich mit
all dem Negativen zu überhäufen, was sich angesammelt hat.
Die meisten Beziehungen zu anderen Menschen haben wohl auf
die eine oder andere Weise etwas Asymmetrisches an sich, was in den meisten
Fällen auch nicht wirklich schlimm ist. Eine der beteiligten Personen
investiert meist mehr in die Freundschaft als die andere, sie liegt ihr mehr am
Herzen, sie ist mit mehr Elan bei der Sache oder hat einfach andere
Vorstellungen von dem Verhältnis zu der anderen Person, als diese. Wenn von
Zeit zu Zeit ein gewisser Ausgleich geschaffen wird, ist das wohl auch kein
größeres Problem. Doch was ist nun, wenn dieser Ausgleich mehr und mehr
verloren geht, wenn offenbar die oben beschriebene Selbstverständlichkeit die
Oberhand gewinnt, wenn sich alle Beteiligten an diese Art der Zusammenarbeit
gewönnen und darin fest fahren?
Nähe bedeutet Schwäche, die zu Verletzungen führt. Klingt
zynisch und verbittert, ist es möglicherweise auch. Doch es scheint immer genau
darauf hinaus zu laufen: Wenn man einem anderen Menschen zu nahe ist, sich zu
sehr in sein Leben involviert und den eigenen Schild senkt um diese Person auch
an sich selbst teilhaben zu lassen, wird man früher oder später verletzt oder
in Dinge herein gezogen, die man niemals wollte oder die einfach zu viel sind. Und
da man diesem Menschen dann nahe steht, tut es natürlich noch sehr viel mehr
weh, nimmt einen mehr mit und beschäftigt einen mehr, als es eigentlich gesund
wäre.
Vermutlich liest sich das ganze deutlich dramatischer und anklagender,
als es eigentlich ist. Es gibt schließlich auch genug Gegenbeispiele, Menschen,
die anders sind, als die beschriebenen, bei denen man einfach weiß, dass die
Freundschaft auf Gegenseitigkeit beruht, die sich ernstlich für ihr Gegenüber
interessieren und die nicht nur nehmen bis nichts mehr übrig ist, sondern auch
geben. Doch diese Art von Menschen ist selten. Letztlich ist dieser Text auch
nur eine wirre Aneinanderreihung von Gedanken zu diesem Thema, die ohnehin
nicht die richtigen Personen erreicht, da meines Wissens nur Leute dieses Blog
lesen, die mich nicht in meinem Wunsch bestärken im nächsten Leben ein Hamster
zu werden.
Doch welche Konsequenz lässt sich daraus ziehen? Ich stehe
vor einem Dilemma, denn der Mensch ist ein soziales Tier. Ganz ohne den Kontakt
zu anderen geht es nicht, auch das habe ich schon aus eigener Erfahrung festgestellt,
das Hamsterdasein ist nichts für Menschen, auch wenn es durchaus erstrebenswert
wäre. Aber offensichtlich funktioniert es auch nicht, wenn man sich zu sehr auf
Menschen einlässt. Letztlich läuft es also wohl darauf hinaus das
Verletzungsrisiko zu minimieren, was man ja ansonsten im Alltag, Haushalt,
Sport oder Berufsleben, auch anstrebt. Die Devise ist: Abstand halten! Es muss
eine klare Linie her, die nicht überschritten werden und über die eine
Bekanntschaft nicht hinaus gehen darf. Der
Schild muss wieder aufgebaut und gestärkt werden, denn hinter ihm bin ich
sicher. Ein guter Plan… doch ich zweifle noch an der Umsetzung.
Mal sehen, wie lange mein Gehirn braucht, bis es mich das
nächste Mal über die Linie treibt. Hamster müsste man sein…
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