Veränderung ist Teil des Lebens, im Großen wie im Kleinen. Wir verändern uns jeden Tag, werden älter, machen neue Erfahrungen, gute und schlechte. Neue Möglichkeiten, Erkenntnisse und Techniken tauchen auf und beeinflussen uns. Auch wenn wir es uns manchmal vorstellen oder wünschen, unser Weg ist kein gerader, er ist von Kurven geprägt, da wir immer wieder Hindernissen ausweichen oder Gelegenheiten am Straßenrand wahrnehmen müssen. All das gehört dazu, macht uns zu dem, was wir heute sind und beeinflusst das, was wir morgen sind. Diese beiden "Ichs" sind unterschiedlich. Ob wir es nun wollen oder nicht, es wird immer wieder Veränderungen geben, die uns auch manches Mal aus unserer Wohlfühlzone reißen werden. Manchmal führen diese zu positiven, manchmal zu negativen Folgen, oft genug ist das vorher nicht absehbar.
Und wie es einem jeden von uns ergeht, so findet das auch in der gesamten Gesellschaft statt. Sie ist nicht statisch, sondern ständig im Wandel, neue Ideen und Strömungen sorgen für Veränderungen. Einflüsse von außen werden übernommen und Herausforderungen müssen bewältigt werden. Was gestern noch seltsam erschien, ist heute schon normal und morgen längst überholt. Das ist der Lauf der Dinge und so war es schon immer. Gesellschaftformen entwickeln sich, Bevölkerungsstrukturen wandeln sich, Sprache passt sich an und die Sichtweise der Menschen wechselt fast täglich.
Das gefällt uns oft nicht. Insgeheim sind wir alle etwas spießig und ängstlich und wollen eigentlich keine Änderung des Status Quo, in dem wir uns einigermaßen eingerichtet haben. Auch wenn es uns vielleicht nicht so gut geht, wie es möglich wäre, wir scheuen doch oftmals das Ungewisse des Wandels, selbst wenn er für uns positiv ausfallen könnte. So verharren wir in unseren eigenen Belangen oftmals auf einem Punkt, ängstlich bedacht nicht aus unserer kleinen Welt auszubrechen.
Wie gehen wir nun jedoch mit den größeren Umwälzungen um, vor denen wir uns nicht einfach verstecken können? Letztlich reagieren auch hier viele mit Ablehnung. Sie sehen sich durch das Unbekannte bedroht und wollen es bekämpfen. Angst geht um, die teilweise sogar in Gewalt umschlägt. Sie wollen oder können nicht wahrhaben, dass unsere gemeinsame Welt immer wieder Anpassungen von ihnen abverlangt, dass die Gegebenheiten sich immer wieder ändern werden, dass ihr privater Mikrokosmos ihnen nur die Illusion von Stillstand geben kann.
Veränderungen sind nicht pauschal gut oder schlecht. Manche entpuppen sich als blöde Ideen, manche sind ein Segen für die ganze Menschheit. Auf die eine oder andere Art wird es sie jedoch immer geben, denn immer wieder müssen wir auf veränderte Bedingungen reagieren.
Vielleicht sollten wir uns etwas weniger auf unseren eigenen beschränkten Horizont versteifen und von Zeit zu Zeit lieber versuchen die Chancen in neuen Situationen zu sehen. Und möglicherweise erkennen wir dann auch, dass nicht alle Änderungen unserer Welt den Untergang des Abendlandes bedeuten.
Gedanken, Geschichten, Texte, die meinem wirren Verstand entsprungen sind und die ich hier niederschreiben möchte. Und dabei vollkommen subjektiv, ohne roten Faden und den Anspruch auf Richtigkeit oder Sinn, dafür mit viel Gemecker und Bosheit.
Donnerstag, 10. September 2015
Sonntag, 6. September 2015
Zu wenig Inspiration
Ich sitze hier und starre seit Minuten auf das weiße, unbenutzte Dokument, in das ich einen Text eintippen will. Wie das eben so ist, will sich keine vernünftige Inspiration einstellen und der Kopf mag sich nicht so recht auf diese ihm gestellte Aufgabe konzentrieren. Alles scheint gerade wichtiger zu sein und zu Abschweifungen einzuladen. Ich habe bereits dreimal den Inhalt des Kühlschranks kontrolliert, mehrmals nachdenklich aus dem Fenster geschaut um über mögliche Balkoneinrichtungen nachzudenken und wie oft ich mein Emailprogramm geöffnet habe in der Hoffnung eine neue Nachricht könnte mich ablenken, habe ich nicht gezählt.
Ein Nachbar hört bei geöffnetem Fenster Musik. Also musste ich aufstehen und ebenfalls aus dem Fenster lauschen um das Lied zu erkennen. Das war gerade von äußerster Wichtigkeit. Leider konnte ich den Titel nicht identifizieren, habe aber festgestellt, dass die unansehnlichen Sperrmüllberge im Hof anscheinend verschwunden sind. Was fange ich nur mit dieser überraschenden Information an?
Oh, mein Handy vibriert. Jemand wünscht meine Aufmerksamkeit. Ich KANN also leider gar keinen tiefsinnigen Text verfassen, da ich gerade sehr beschäftigt mit sozialen Verpflichtungen bin!
Wenn man diesen Beitrag nun als etwas billigen Versuch sehen mag, sich zumindest grob an (hauptsächlich mir selbst) gegebene Versprechen zu halten, liegt man möglicherweise gar nicht so falsch.
Ein Nachbar hört bei geöffnetem Fenster Musik. Also musste ich aufstehen und ebenfalls aus dem Fenster lauschen um das Lied zu erkennen. Das war gerade von äußerster Wichtigkeit. Leider konnte ich den Titel nicht identifizieren, habe aber festgestellt, dass die unansehnlichen Sperrmüllberge im Hof anscheinend verschwunden sind. Was fange ich nur mit dieser überraschenden Information an?
Oh, mein Handy vibriert. Jemand wünscht meine Aufmerksamkeit. Ich KANN also leider gar keinen tiefsinnigen Text verfassen, da ich gerade sehr beschäftigt mit sozialen Verpflichtungen bin!
Wenn man diesen Beitrag nun als etwas billigen Versuch sehen mag, sich zumindest grob an (hauptsächlich mir selbst) gegebene Versprechen zu halten, liegt man möglicherweise gar nicht so falsch.
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Dienstag, 25. August 2015
Für das Imperium!
In Reih und Glied angetreten sehen wir
hier die Sturmtruppen des Imperiums. Und so schnell wie ihre großen
Vorbilder von den Rebellen niedergestreckt werden, so schnell waren diese Versionen vertilgt.
Anlässlich einer Geburtstagsfeier
sollte ich Gebäck mit Motiv produzieren. Etwas derartiges hatte ich
noch nie gemacht – Herausforderung angenommen! Irgendwo in den
Tiefen des Internets stieß ich auf eine Anleitung um aus
Marshmallows Star Wars Stormtroopers zu machen. Einen
lebensmitteltauglichen Marker konnte ich leider kurzfristig nicht
mehr organisieren, daher musste ich ein wenig improvisieren.
Die Grundlage des ganzen sind einfache
Rührteigmuffins mit Schokoladensplittern im Inneren. Die
Marshmallows habe ich mittels eines Zahnstochers bemalt, als Farbe
diente ein sehr ergiebiges schwarzes Färbemittel für Buttercreme.
Dies gestaltete sich zunächst sehr mühsam, nach denm ersten Trupp entwickelte sich jedoch eine gewisse Routine. Aufgeklebt wurden die weißen fluffigen Kameraden dann mit weißer
Kuvertüre.
Es greift der Cheerleadereffekt, in der
Gruppe sehen sie sehr gut aus, wenn man jedoch den einzelnen Soldaten
betrachtet, erkennt man gewisse Unzulänglichkeiten. Auch war die
Farbe nicht ganz geeignet, da man mit der Zeit sehen konnte, dass sie
sich ein wenig über den restlichen Marshmallow verteilte. Beim
nächsten Mal, wenn es denn ein solches gibt, sollten zudem die
Muffins unter den Sturmtruppen etwas weniger langweilig sein.
Alles in allem bin ich jedoch mit dem
Ergebnis zufrieden, ebenso waren es die Gäste und, was das
wichtigste ist, das Geburtstagskind.
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Freitag, 21. August 2015
Nach dem Aufwachen
Sie hat mir gesagt, dass sie meine Gefühle erwidert. Welch eine Erleichterung.
Natürlich habe ich das nur geträumt... aber man muss sich auch über Kleinigkeiten freuen können!
Natürlich habe ich das nur geträumt... aber man muss sich auch über Kleinigkeiten freuen können!
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Sonntag, 16. August 2015
Waffen!! In bunt!!
Wie vor einiger Zeit berichtet, kam ich beim Einkaufen irgendwann an einer Nerfgun nicht mehr vorbei, ohne sie in den Einkaufswagen zu legen. Ich wollte das Ergebnis des Bemalens der Welt nicht vorenthalten, auch wenn ich es zwei Monate nach der Fertigstellung präsentiert wird.
Ich habe etwa drei Nachmittage an dem Ding gearbeitet. Mithilfe eines Tutorials war das Zerlegen ohne größere Probleme möglich, auch wenn direkt nach der ersten gelösten Schraube eine winzige Feder aus dem Schlitten herausspringen und sich im Wohnzimmer verstecken wollte. Schrauben und Einzelteile verschwanden für die Dauer des künstlerischen Prozesses in Plastikbeuteln.
Als erstes, nach dem ausgiebigen Abschleifen aller Einzelteile um die Plastikoberfläche von seltsamen Aufdrucken und Firmenlogos zu befreien und für die Farbe vorzubereiten, ging es an die frische Luft, die großen Bauteile wurden mit brauner Acrylfarbe aus der Sprühdose grundiert. Acryl habe ich danach dann noch in weiteren Schichten und verschiedenen Farben und Intensitäten aufgetragen. Mit Trommel und Schlitten bin ich doch recht zufrieden, das Trockenbürsten mit silberner Farbe auf schwarzem Grund hat gut funktioniert.
Am Ende kam dann noch die größte Herausforderung, das dumme Ding musste wieder zusammengesetzt werden. Natürlich musste ich es wieder auseinander schrauben, da ich ein Bauteil vergessen hatte, aber letztlich fand alles seinen Platz. Der erste Schuss nach dem Umstyling traf zielsicher den mittelgroßen und mittelmächtigen Cthulhu zwischen die Augen.
Fazit:
Es hat Spaß gemacht und wird bestimmt bei Gelegenheit wiederholt. Mit etwas Ruhe und Konzentration sind auch Zerlegen und Zusammensetzen des Spielzeugs ein wesentlich geringeres Problem, als ich befürchtete.
Für das nächste Mal nehme ich mit, dass einige Teile mehr Farbe benötigen, da sie auch beim fertigen Objekt noch immer in grellem Orange leuchten oder dieses noch durchschimmert. Hier wäre mehr Geduld hilfreich. Der fehlenden Geduld werfe ich auch vor, dass die Kanone keine Lackierung mehr erhalten hat. Vermutlich werden dadurch im Laufe der Zeit Abnutzungserscheinungen auftreten.
Insgesamt bin ich für den ersten Versuch aber zufrieden und betrachte die Probleme eher als lehrreiche Erfahrungen.
Ich habe etwa drei Nachmittage an dem Ding gearbeitet. Mithilfe eines Tutorials war das Zerlegen ohne größere Probleme möglich, auch wenn direkt nach der ersten gelösten Schraube eine winzige Feder aus dem Schlitten herausspringen und sich im Wohnzimmer verstecken wollte. Schrauben und Einzelteile verschwanden für die Dauer des künstlerischen Prozesses in Plastikbeuteln.
Als erstes, nach dem ausgiebigen Abschleifen aller Einzelteile um die Plastikoberfläche von seltsamen Aufdrucken und Firmenlogos zu befreien und für die Farbe vorzubereiten, ging es an die frische Luft, die großen Bauteile wurden mit brauner Acrylfarbe aus der Sprühdose grundiert. Acryl habe ich danach dann noch in weiteren Schichten und verschiedenen Farben und Intensitäten aufgetragen. Mit Trommel und Schlitten bin ich doch recht zufrieden, das Trockenbürsten mit silberner Farbe auf schwarzem Grund hat gut funktioniert.
Am Ende kam dann noch die größte Herausforderung, das dumme Ding musste wieder zusammengesetzt werden. Natürlich musste ich es wieder auseinander schrauben, da ich ein Bauteil vergessen hatte, aber letztlich fand alles seinen Platz. Der erste Schuss nach dem Umstyling traf zielsicher den mittelgroßen und mittelmächtigen Cthulhu zwischen die Augen.
Fazit:
Es hat Spaß gemacht und wird bestimmt bei Gelegenheit wiederholt. Mit etwas Ruhe und Konzentration sind auch Zerlegen und Zusammensetzen des Spielzeugs ein wesentlich geringeres Problem, als ich befürchtete.
Für das nächste Mal nehme ich mit, dass einige Teile mehr Farbe benötigen, da sie auch beim fertigen Objekt noch immer in grellem Orange leuchten oder dieses noch durchschimmert. Hier wäre mehr Geduld hilfreich. Der fehlenden Geduld werfe ich auch vor, dass die Kanone keine Lackierung mehr erhalten hat. Vermutlich werden dadurch im Laufe der Zeit Abnutzungserscheinungen auftreten.
Insgesamt bin ich für den ersten Versuch aber zufrieden und betrachte die Probleme eher als lehrreiche Erfahrungen.
Sonntagvormittag
Ich genieße gerade den Sonntagmorgen und seine Ruhe. Ich bin seit drei Stunden wach und freue mich darüber, dass ich der einzige im Haushalt bin, der sich aus dem Bett bequemt hat. Niemand der plappert; kein Fernseher, der Lärm verbreitet; kein Besuch, der Unfug redet oder anderweitig laut ist - ich merke momentan, wie sehr ich so eine Ruhephase vermisst habe. Leider ist es mit ihr auch schon wieder vorbei.
Man muss sich auch an kleinen Dingen erfreuen können und man muss Lektionen daraus ziehen. Meine Lektion ist in diesem Fall, dass ich mich in der nahen Zukunft wieder mehr um Qualitätszeit allein bemühen muss um meine Energiereserven aufzufüllen.
Man muss sich auch an kleinen Dingen erfreuen können und man muss Lektionen daraus ziehen. Meine Lektion ist in diesem Fall, dass ich mich in der nahen Zukunft wieder mehr um Qualitätszeit allein bemühen muss um meine Energiereserven aufzufüllen.
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Montag, 10. August 2015
Nenn es beim Namen!
Kürzlich machte man mich darauf aufmerksam, dass es sich bei dem hier und hier beschriebenen Problem doch "wohl um eine Art von Liebe" handle. Nun ja... natürlich ist das so.
Es ist keine Verliebtheit, es ist nicht der Wunsch nach "mehr", einer Beziehung oder sexuellen Körperlichkeiten, doch in der Tat liebe ich die beschriebene Person.
Kaum jemand sonst steht mir so nahe und hat mein so tiefes Vertrauen.
Fast niemand kennt mich so nahe und persönlich und auch so schwach.
Ihre Anwesenheit wird mir nie zuviel, wie es bei (fast) jedem anderen Menschen früher oder später der Fall ist.
Ich denke oft an sie, freue mich über jede Minute mit ihr, vermisse sie, wenn sie weg ist.
Ich bin schrecklich genervt von einigen ihrer Eigenheiten, ich halte manche ihrer Ansichten für absurd und sehe ihr Verhalten bisweilen einfach nur als skurril an - was würde mir doch fehlen ohne diese Reibungspunkte?
Ab und zu spüre ich sogar den widerlichen Stachel der Eifersucht, auch wenn ich diesen meist schnell wieder ziehen kann.
Was kann es also anderes sein als Liebe? Und was kann nun dann das Problem sein?
Eigentlich nur die Unsicherheit und Angst vor der Antwort auf die Frage, ob es der betreffenden Person ähnlich geht...
Es ist keine Verliebtheit, es ist nicht der Wunsch nach "mehr", einer Beziehung oder sexuellen Körperlichkeiten, doch in der Tat liebe ich die beschriebene Person.
Kaum jemand sonst steht mir so nahe und hat mein so tiefes Vertrauen.
Fast niemand kennt mich so nahe und persönlich und auch so schwach.
Ihre Anwesenheit wird mir nie zuviel, wie es bei (fast) jedem anderen Menschen früher oder später der Fall ist.
Ich denke oft an sie, freue mich über jede Minute mit ihr, vermisse sie, wenn sie weg ist.
Ich bin schrecklich genervt von einigen ihrer Eigenheiten, ich halte manche ihrer Ansichten für absurd und sehe ihr Verhalten bisweilen einfach nur als skurril an - was würde mir doch fehlen ohne diese Reibungspunkte?
Ab und zu spüre ich sogar den widerlichen Stachel der Eifersucht, auch wenn ich diesen meist schnell wieder ziehen kann.
Was kann es also anderes sein als Liebe? Und was kann nun dann das Problem sein?
Eigentlich nur die Unsicherheit und Angst vor der Antwort auf die Frage, ob es der betreffenden Person ähnlich geht...
Freitag, 7. August 2015
Ein neuer Schuss
Wir befinden uns an Tag 2 nach der letzten Dosis. Vor ziemlich genau 48 Stunden habe ich "das Suchtmittel" zum Abschied umarmt und seiner Wege ziehen lassen. Eine hervorragende Möglichkeit um einmal die Abhängigkeitssymptome genauer zu analysieren.
Die betreffende Person war es, die nach einem Treffen fragte. Ich reagierte etwas reserviert und abweisend, da ich es zu dem Zeitpunkt bereits über einen Monat ohne sie ausgehalten hatte, und sicher noch nicht "clean" war, aber einen wesentlich geringeren eigenen Druck nach ihrer Zuwendung verspürte. Nach kurzem Hin und Her stimmte ich natürlich doch zu.
Ich merkte in der Zeit, die bis zum Treffen verging, dass ich mich nicht so recht darauf freuen konnte oder wollte. Ich wusste, es wäre zu kurz, ich wusste, es würde meine Wünsche nur teilweise befriedigen, ich wusste, wie es mir hinterher gehen würde. Auch die ersten zwei bis drei Stunden, die wir dann zusammen verbrachten, verhielt ich mich zurückhaltend, distanziert, versuchte meinen Abstand zu wahren, meine geistige und körperliche Gesundheit zu verteidigen.
Meine gesamte Abwehr und Mauer wurde dann jedoch mit einem Schlag eingerissen, vielmehr mit einer Umarmung und einem "ich habe dich vermisst", vier Worte und eine Geste, die mich aus heiterem Himmel trafen und mich wehrlos den Auswirkungen meiner Droge auslieferten. An der Stelle konnte ich die Umarmung dann nur erwidern und dem Satz zustimmen.
Natürlich war die darauf folgende Zeit sehr schön. Wir hatten viel Spaß, haben ein paar Dinge unternommen und die üblichen kleinen Spielchen zwischen uns gespielt. Es war wie immer, ganz instinktiv, es fühlte sich richtig an. Man kennt sich, man vertraut sich, man muss sich für den anderen nicht verstellen.
Dann kam der Abschied, der dieses Mal für einen wesentlich längeren Zeitraum sein wird. Ich wollte noch soviel sagen, in der Nacht davor lag ich lange wach und legte mir die ganzen Worte zurecht. Am nächsten Morgen waren sie zwar noch alle da, wollten jedoch nicht so recht über meine Lippen kommen. Ich nutzte auch die letzte Gelegenheit um nochmal 20 Minuten mehr Zeit für meine Droge rauszuschinden, dann war sie weg.
Für den Rest des Tages wirkte die Dosis noch nach, doch sie war zu niedrig. Schon gestern spürte ich, wie ich unleidlich wurde und überlegte, wie ich die Zeit bis zum nächsten Aufeinandertreffen doch noch kürzen könnte. Diese Pläne verleugneten natürlich komplett die Realität und waren reines Wunschdenken.
Heute, zwei Tage nach dem letzten Schuss, versuche ich krampfhaft wieder runterzukommen. Ein langer Weg des Entzuges liegt noch vor mir, mehr als zwei Monate werden es (zwangsweise). Natürlich ist es absehbar, dass danach das Spiel von vorne beginnt, denn es drängt mich ja eigentlich nicht danach, von dieser speziellen Droge herunterzukommen, man möge mir diese etwas unglückliche, zweideutige Wortwahl verzeihen. Doch vielleicht schaffe ich es mich während dieser Pause etwas zu beruhigen und weniger emotional an diese Bindung heranzugehen.
Man darf gespannt sein und vermutlich werde ich die weitere Entwicklung dieser Sucht dokumentieren.
Die betreffende Person war es, die nach einem Treffen fragte. Ich reagierte etwas reserviert und abweisend, da ich es zu dem Zeitpunkt bereits über einen Monat ohne sie ausgehalten hatte, und sicher noch nicht "clean" war, aber einen wesentlich geringeren eigenen Druck nach ihrer Zuwendung verspürte. Nach kurzem Hin und Her stimmte ich natürlich doch zu.
Ich merkte in der Zeit, die bis zum Treffen verging, dass ich mich nicht so recht darauf freuen konnte oder wollte. Ich wusste, es wäre zu kurz, ich wusste, es würde meine Wünsche nur teilweise befriedigen, ich wusste, wie es mir hinterher gehen würde. Auch die ersten zwei bis drei Stunden, die wir dann zusammen verbrachten, verhielt ich mich zurückhaltend, distanziert, versuchte meinen Abstand zu wahren, meine geistige und körperliche Gesundheit zu verteidigen.
Meine gesamte Abwehr und Mauer wurde dann jedoch mit einem Schlag eingerissen, vielmehr mit einer Umarmung und einem "ich habe dich vermisst", vier Worte und eine Geste, die mich aus heiterem Himmel trafen und mich wehrlos den Auswirkungen meiner Droge auslieferten. An der Stelle konnte ich die Umarmung dann nur erwidern und dem Satz zustimmen.
Natürlich war die darauf folgende Zeit sehr schön. Wir hatten viel Spaß, haben ein paar Dinge unternommen und die üblichen kleinen Spielchen zwischen uns gespielt. Es war wie immer, ganz instinktiv, es fühlte sich richtig an. Man kennt sich, man vertraut sich, man muss sich für den anderen nicht verstellen.
Dann kam der Abschied, der dieses Mal für einen wesentlich längeren Zeitraum sein wird. Ich wollte noch soviel sagen, in der Nacht davor lag ich lange wach und legte mir die ganzen Worte zurecht. Am nächsten Morgen waren sie zwar noch alle da, wollten jedoch nicht so recht über meine Lippen kommen. Ich nutzte auch die letzte Gelegenheit um nochmal 20 Minuten mehr Zeit für meine Droge rauszuschinden, dann war sie weg.
Für den Rest des Tages wirkte die Dosis noch nach, doch sie war zu niedrig. Schon gestern spürte ich, wie ich unleidlich wurde und überlegte, wie ich die Zeit bis zum nächsten Aufeinandertreffen doch noch kürzen könnte. Diese Pläne verleugneten natürlich komplett die Realität und waren reines Wunschdenken.
Heute, zwei Tage nach dem letzten Schuss, versuche ich krampfhaft wieder runterzukommen. Ein langer Weg des Entzuges liegt noch vor mir, mehr als zwei Monate werden es (zwangsweise). Natürlich ist es absehbar, dass danach das Spiel von vorne beginnt, denn es drängt mich ja eigentlich nicht danach, von dieser speziellen Droge herunterzukommen, man möge mir diese etwas unglückliche, zweideutige Wortwahl verzeihen. Doch vielleicht schaffe ich es mich während dieser Pause etwas zu beruhigen und weniger emotional an diese Bindung heranzugehen.
Man darf gespannt sein und vermutlich werde ich die weitere Entwicklung dieser Sucht dokumentieren.
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