Montag, 28. März 2016

Freundschaft Minus

Wie gut, dass du mich hast,
denn du bist immer da, wenn du mich brauchst.

Dienstag, 22. März 2016

Hass...

Ist denn der Hass die einzige menschliche Empfindung, die uns alle vereint? Wenn man sich momentan und auch in vergangenen Zeiten auf der Welt umschaut, scheint er die Konstante zu sein, die uns vom Anfang bis zu unserem bitteren Ende begleitet.

Wir hassen einander, weil wir an unterschiedliche Dinge glauben.
Wir hassen einander, weil wir an unterschiedlichen Orten geboren wurden.
Wir hassen einander, weil wir uns in irgendwelchen Äußerlichkeiten unterscheiden.
Wir hassen einander, weil wir unterschiedlich viel besitzen.
Wir hassen einander, weil andere uns sagen, dass wir uns hassen müssen.
Wir hassen einander, weil wir Angst voreinander haben.

Und dieser ganze Hass wird zu einer Spirale, da wir uns gegenseitig aufschaukeln und wir der Meinung sind, es den anderen immer wieder heimzahlen zu müssen, wodurch wir uns nur noch mehr gegenseitig hassen.
Dies ist kein Problem einer Gruppe von Menschen, wir sind alle Teil dieses grässlichen Ganzen, denn auch wenn wir ihn nicht aktiv nach außen tragen oder ihn in unserem Inneren gären lassen, stehen wir doch nicht entschieden gegen den Hass auf und begegnen ihm stumpf und desinteressiert, desillusioniert. Dieser Gedanke, dass wir uns in Gruppen aufteilen oder aufteilen müssen, führt umso mehr dazu, dass wir uns abgrenzen, separieren, hassen.

„Wir hier haben Werte und sind gut, aber DIE...“ - „Wir hier leben nach dem richtigen Weg, aber DIE...“

Gerne schieben wir das Problem „den anderen“ zu, die von ihrem Hass getrieben sind, ohne zu erkennen, dass diese anderen eigentlich auch nur ein Teil des großen ganzen Problems der Menschheit ist, ebenso wie wir selbst.

Können wir nicht einfach damit aufhören? Wir betrachten uns immer als so hochentwickelt und intelligent und dennoch schaffen wir es nicht uns von dieser primitiven Abscheulichkeit zu befreien? Wie viel mehr könnten wir als Menschheit erreichen, wenn wir nicht dieser wilde Mob hasserfüllter Barbaren wären, die sich um Religionen und andere Albernheiten streiten, sondern uns darauf besinnen würden, dass wir gemeinsam handeln müssen? Welche großartigen Taten und Chancen haben wir durch unser beschränktes kleines Bild dieser Welt verpasst?

Ich verzweifle an unserer Spezies und ihrem ständig gleichen Handlungsschema. Kann es eine Lösung dafür geben?

Montag, 7. März 2016

Was will man machen?

Emotional korrumpiert. So kann man das ganze in zwei Worten zusammenfassen. Ich habe das nicht so gewollt, habe aber offensichtlich beim Aufrechterhalten meiner Schutzschilde versagt. Was auch immer der Grund sein mag, ich muss nun mit den Konsequenzen arbeiten und zu lernen leben.

Der offensichtliche Rat, den ich anderen Menschen in dieser Situation geben würde, mit der betreffenden Person zu sprechen, scheint in diesem Fall nicht sinnvoll zu sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass positive Folgen aus der Offenlegung meiner Korrumpierung entstehen können, ist verschwindend gering; tatsächlich sehe ich eher viele Szenarien vor mir, in denen die eine oder andere Person, oder sogar mehrere, darunter leiden werden. Insofern wird es darauf hinauslaufen, dass ich die ganze Sache mit mir selbst kläre, da auch alle anderen Personen, denen ich mich anvertrauen könnte, kaum geeignet für diese spezielle Situation sein dürften. Ich bin mir der Ironie dies im Internet zu posten, wo es potentiell von allen Menschen dieses lächerlichen Planeten mit seinen lächerlichen Problemen gelesen werden könnte, durchaus bewusst; doch habe ich das Bedürfnis mich mitzuteilen, wie es eben so ist, wenn man ein Problem hat, und dieses Medium erscheint mir am geeignetsten; zumal es hier quasi noch immer so ist, dass ich dies für mich allein schreibe.

Was also tun? Letztlich wird alles so bleiben, wie es war. Ich bemühe mich vielleicht um ein wenig mehr Abstand, obwohl ich mich bei dem Gedanken schon sträube, da er mir unangenehm ist. Ich werde mich nicht aufdrängen und mich darum bemühen alles Unangemessene tief in meinem Inneren zu verbergen, von wo es hoffentlich niemals an die Oberfläche dringen wird. Von Zeit zu Zeit werde ich wohl daran verzweifeln, immer mal wieder wird es mich beschäftigen, ich werde wahrscheinlich auch noch einige Male darüber schreiben, ob nun öffentlich oder nicht. Aber es wird funktionieren und weiter gehen.

Das ist der richtige Weg. Wenn ich es mir nur oft genug sage, werde ich es auch irgendwann glauben.


Sonntag, 6. März 2016

Schlafraubend

Wie unangenehm es ist, wenn etwas das Denken mehr oder minder ständig und umfassend in Beschlag nimmt, und man keine Möglichkeit hat dies heraus zu lassen, weil beispielsweise die Person, mit der man etwas derartiges besprechen würde, der Auslöser der Verwirrung ist.

Man liegt wach und grübelt, ist tagsüber abwesend und denkt nach und versucht die ganze Zeit eine Lösung oder das richtige Verhalten oder einen Ausweg zu finden, doch nichts davon offenbart sich. Es wird eigentlich nur immer schlimmer, da diese Fixierung auf das Thema immer weiter wächst.

Ist etwas mit dir? - Nein, alles ist gut, ich bin nur müde.

Und das ist im Grunde auch korrekt. Müdigkeit ist die negativste Empfindung, die gerade vorherrscht; die andere, allumfassende, ist positiv, wenn auch dadurch wohl noch viel verwirrender.

Möglich, dass es hilft einen Teil des Wirrwarrs hier niederzuschreiben. Möglich, dass es nichts ändert. Sicher, dass es zumindest als Ventil hilfreich ist um ein wenig von dem vorhandenen Druck loszuwerden.

Der unausgegorene und wahrscheinlich leichter getippte als ausgeführte Plan für die nächste Zeit ist "Abstand". Räumlich ist er zwangsweise vorhanden und wird in Kürze noch etwas größer; kommunikativ muss er konsequenter umgesetzt werden; emotional wird er dann hoffentlich folgen, auch wenn schon bei dem Gedanken daran mein Herz in Flammen zu stehen scheint. Aber geht es denn anders?

Dienstag, 16. Februar 2016

Weil es dir nicht wirklich schlecht geht...

Ein melancholischer Tag. Warum nur? Die Sonne scheint, endlich, nach so vielen grauen und nassen Tagen. Die letzte Zeit war gut und abwechslungsreich. Und dennoch ist es so.

Ich fühle mich allein und unbedeutend. Ich vermisse enge Freunde, die in der Ferne sind. Ich sehne mich nach positiver Bestätigung. Nach Bestätigung, um die ich nicht betteln muss; die freiwillig und selbstständig gegeben wird. Ich wünsche mir eine Person, die mir sagt „Ich mag dich“, „Du bist wichtig für mich“ oder „Schön, dass wir uns kennen. Schön, dass es dich gibt“

Ich weiß, dass derartige Aussagen oft schwer herauszubringen sind. Ich selbst bemühe mich auch immer wieder darum. Schlimm, dass man solche Probleme damit hat den Menschen, die einem wichtig sind, dies auch auszudrücken und es nicht immer hinter Sarkasmus und Sticheleien zu verstecken. Ein Monster, das nur geliebt werden will. Ist es das? Sagt es niemand, weil es den anderen auch so schwer fällt?

Ich weiß, dass die heutige Stimmungslage die Realität nur unzureichend wiedergibt. Ich habe Freunde, gute Freunde, Freunde, die mich mögen, dessen ist sich mein Verstand sehr bewusst. Die emotionale Gehirnhälfte möchte aber gerade in Selbstmitleid versinken. Woher kommt das? Schlafmangel? Winterüberdruss? Der bitter-süße Traum der letzten Nacht?

Der verständige Teil meiner Selbst hofft nun, dass diese Phase möglichst zügig vorüber geht und dass ich niemandem mit ihr zur Last fallen werde. Ich sollte mich verstecken, bis es vorbei ist.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Schöne Sache

Liebe ist etwas Schönes, meistens zumindest. Wenn sie erwidert wird. Wenn man sie gemeinsam fühlt und erlebt und sich an ihr erfreut. Sie ist eigentlich sehr einfach und dabei oft auch schrecklich kompliziert und verwirrend.
Warum müssen wir sie noch schwieriger machen? Wozu brauchen wir Kategorien, Schubladen und kleine Schildchen? Warum verleugnen wir sie, versuchen sie zu ignorieren oder vor ihr davon zu laufen, weil sie uns unangenehm und unpassend erscheint? Kann man sie nicht einfach akzeptieren und mit ihr leben? Oder noch besser, kann man sie nicht einfach umarmen, sich ihr hingeben, sie aus tiefster Seele genießen?
Es ist ein positives Gefühl und dennoch machen wir so oft etwas Negatives daraus; Missgunst, Neid und Eifersucht, Hass, Hochmut, sie alle können aus der Liebe erwachsen, so seltsam es auch eigentlich klingt, wenn man darüber nachdenkt.
Wir haben ein Bild im Kopf von der Liebe und wie sie zu sein hat. Warum können nicht auch andere Bilder richtig sein, auch wenn sie es vielleicht nicht für jeden sind? Wieso blicken wir auf andere herab, nur weil ihre Art Liebe zu empfinden oder zu leben nicht der unseren entspricht?
Stehen wir doch einfach zu unseren Gefühlen; besonders, wenn es sich um etwas so großartiges wie Liebe ist. Ist es nicht völlig egal, wen oder gar wie viele Menschen jemand liebt? Solange alle Beteiligten einverstanden und glücklich sind, kann es doch nur etwas Gutes sein.
Also, entspannt euch, öffnet euren Geist, liebt, steht dazu, erfreut euch daran und gönnt auch anderen ihre Freude.

Mittwoch, 27. Januar 2016

Tassen fürs Rollenspiel

Eine talentierte Freundin, die schon einige sehr großartige Dinge hergestellt (und noch viele mehr...) hat, brachte mich vor ein paar Tagen durch diesen Post zu einer spontanen Eingebung. Seit beinahe fünf Jahren diene ich als Spielleiter einer Rollenspielrunde in der grimmen Dunkelheit des 41. Jahrtausends. Naturgemäß ist bei solchen Spielerunden der Kaffeekonsum sehr hoch, weshalb große, passende Kaffeebecher für alle Teilnehmer eine gute Idee sein dürften.

Also folgte ich ihrem Beispiel und begab mich, wenn auch widerwillig, in die örtliche schwedische Botschaft. Nach kurzer Suche wurde ich fündig und erstand 5 große weiße Tee- und Kaffeebecher zu einem annehmbaren Preis. Im benachbarten Bastelgeschäft ließ sich auch ein schwarzer, feiner Porzellanstift finden, wenn auch zu einem nicht mehr ganz so annehmbaren Preis.

Ich entschied mich die gespielten Charakere der Spieler als Vorbild zu nehmen. Jeder stammte aus einer anderen Organisation der Hintergrundwelt und hatte, durch Würfelglück, zu Beginn der Runde vor vielen Jahren eine "Weissagung" erhalten. Somit sollte als Motiv für die Tassen das Symbol der jeweiligen Organisation und darunter die Weissagung herhalten.

Der Becher der Techpriesterin

Für den Chef, der Becher des Inquisitors.
Freihandzeichnen ist nicht leicht. Glücklicherweise kann man auf den Tassen großartig mit dünnen Bleistiften eine Skizze aufbringen, an der man sich orientieren kann. Insgesamt nahmen die vier Tassen für die Spieler etwa eine Stunde Arbeit in Anspruch (inklusive Suchen der Motive, Vorzeichnung etc.) Nach dem Trocknen wanderten die guten Stücke noch in den Backofen und fertig war das Projekt - zumindest erst einmal, denn ich war mir noch nicht sicher, was ich aus der fünften Tasse machen sollte.
Soldaten leben auch (fast) nur von Kaffee, der Becher des Gardisten.

Der Becher des Assasssinen.

Auch hier half wieder eine Eingebung, es sollte ein grobes Bild des Imperators (einen solchen gibt es in der Hintergrundwelt) sein. Für diesen brauchte ich natürlich zusätzlich einen goldenen Stift.
Verneigt Euch vor dem Imperator!

Etwas unsicher war ich, ob meine künstlerischen Fertigkeiten ausreichen würden, doch das Ergebnis ist zufrieden stellend. Somit steht der nächsten Spielrunde nichts im Wege und ich kann durch meinen Kaffeebecher deutlich zeigen, wer das Sagen hat.

Dienstag, 12. Januar 2016

Terminfindungsprobleme II

Wir befinden uns wieder einmal an dem Punkt, an dem die Prioritäten gewisser Menschen gegenüber meiner Person hinterfragt werden müssen. Es ist ein leidiges Thema und ich verspüre wenig Lust darauf, erneut in Grübeln und Selbstzweifel darüber auszubrechen. Diese Phase wünsche ich hinter mir zu lassen.
Welcher Weg ist nun der richtige, wenn man mehr und mehr merkt, dass jemand, den man eigentlich schätzt, mit vielen Kleinigkeiten ein mangelndes oder abebbendes Interesse und wenig Wertschätzung für die Zeit anderer Menschen zum Ausdruck bringt? Welchen Weg soll man gehen, wenn man des Redens und des Hinterherlaufens müde wird, da beides nur wenige Früchte trug? Auf welchem Weg kann man seinen Stolz wahren und sich am Ende des Tages noch im Spiegel betrachten, zumindest bildlich gesprochen?
Ob er derjenige sein wird, der all diese Punkte in sich vereinigt, vermag ich noch nicht zu sagen; mein Weg jedenfalls wird mich schlicht von jenen Personen fort führen. Nicht unendlich weit fort, es wird auf diesem Weg keine Türen geben, die ich zuschlagen kann, weder für den dramatischen Effekt noch für den Kontaktabbruch. Doch ich beschließe mich auch nicht mehr allzu sehr zu bemühen, ein größeres Maß an Energie in die Beziehung zu jenen Menschen zu stecken oder ihnen gar eine gewisse Priorität vor anderen einzuräumen. Diese Anstrengungen und Handlungen haben in der Vergangenheit eher zu Verärgerung meinerseits als zu Bestätigung ihrerseits geführt, also können sie auch unterbleiben.
Selbstschutz, Selbstschutz. Unter diesem Motto wird mein weiteres Vorgehen stehen, wieder einmal. Aktuell fühle ich mich auch gestärkt und emotional uninvolviert genug, um dies problemlos so machen zu können. Sicherlich wird sich dieser Zustand wieder ändern, aber man wird zu diesem hoffentlich noch fernen Zeitpunkt auch eine Lösung finden.
Nun denn, ihr Energieräuber, Lippenbekenner, Ausredenmeister, Selbstverliebten und anderweitig Unzuverlässigen: Möge euch dies eine Warnung sein, denn eine zweite Chance kann euch gewährt werden, darüber hinaus beabsichtige ich aber keine Gefangenen zu machen. Man vergebe mir den vulgären Ausdruck, doch mittlerweile fühle ich mich zu alt für diesen Scheiß, der euer tägliches Spiel zu sein scheint.
Auch auf die Gefahr hin am Ende etwas einsam dazustehen, mögen das große Aussortieren beginnen!